Wie kann man virtuelles Wasser sparen?

Beim letzten Mal ging es hier um das Thema Dürre und Trockenheit und darum, wie wichtig es ist, Wasser zu sparen. Um das Thema Wasser sparen geht es auch heute. Allerdings um das virtuelle Wasser. So nennt man das Wasser, das zur Herstellung von Lebensmittel und anderen Produkten benötigt wird. Der virtuelle Wasserverbrauch liegt in Deutschland bei 4200 Litern Wasser am Tag. Dieser Wert liegt damit über dem weltweiten Durchschnitt. Somit ergeben sich auch hier große Einsparmöglichkeiten.

Ein paar Beispiele
85 % des virtuellen Wassers wird für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Produkten verwendet. Neben der Landwirtschaft fließt auch ein sehr großer Teil des virtuellen Wassers in die Erzeugung von Fleisch. Beispielsweise wird für die Erzeugung von einem Kilo Rindfleisch 15 000 Liter Wasser benötigt.
Aber virtuelles Wasser wird auch für ganz andere Produkte verwendet.

Produkt Virtueller Wasserverbrauch (in Liter)
T-Shirt (Baumwolle) 2.000
Computer 20.000
Auto 400.000

Zum Hintergrund: Für die Metall- und speziell für die Aluminiumproduktion wird sehr viel (virtuelles) Wasser benötigt. Deshalb sind beispielsweise auch Kaffeekapseln aus Aluminium extrem umweltschädlich.

Was kann die Schule bzw. der Sachunterricht erreichen?

Aufgrund der Tatsache, dass es bei diesem Thema nicht nur um den Lebensstil, sondern auch um die Einkaufsgewohnheiten der Menschen geht, kann die Schule hier nur sehr bedingt etwas erreichen. Ein Lebensstil ändert sich normalerweise nicht von heute auf morgen. In erster Linie geht es deshalb darum, dass die Kinder erfahren, was virtuelles Wasser ist, wie hoch der durchschnittliche Verbrauch ist und wie viel (virtuelles) Wasser in den einzelnen Lebensmitteln und Produkten enthalten ist.

Viel virtuelles Wasser wird für die Herstellung von Textilien gebraucht. (Foto: Ralph)

Wie kann man den virtuellen Wasserverbrauch verringern?

Insgesamt zählen die Lebensmittel und Textilien zu den größten Wasserverbrauchern. Deshalb sollten sich alle gut überlegen, ob man im Jahr drei oder vier neue Jeanshosen oder alle zwei Jahre ein neues Handy braucht. Besonders viel virtuelles Wasser kann man beim täglichen Konsum von Obst, Gemüse und Lebensmitteln einsparen. Dazu gehört eine vegetarische oder zumindest ziemlich fleischlose Ernährung, genauso wie die Ernährung mit regionalen und saisonalem Obst und Gemüse. Heimische Äpfel und Birnen sind viel umweltfreundlicher als beispielsweise Feigen aus dem südlichen Europa oder kalifornische Mandeln.

Aber es gibt noch weit mehr Möglichkeiten, wie man virtuelles Wasser sparen kann. Im Internet gibt es dazu zahlreichen Tipps und Videos.

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