Mein Start als Klassenlehrerin (6):
Abschlussbuch der vierten Klasse (Teil 1)

Jeder der schon mal eine Grundschulklasse hatte, weiß, wie schnell so ein Schuljahr um ist. Diese Erfahrung muss auch ich grade machen. Gefühlt habe ich meine Klasse erst gestern übernommen, doch die lieben „Kleinen“ haben sich bereits auf den weiterführenden Schulen angemeldet und sind bereit, ihre Flügel auszubreiten und neue Wege zu gehen.

Dennoch hängen sie noch mit ihrem Herzen an ihrer ersten Schule, ihren liebgewonnenen Mitschülern und an ihren Lehrerinnen und Lehrern. Um diese Stimmung aufzufangen und die Kinder nicht mit „leeren Händen“ gehen zu lassen, habe ich mir für meine Klasse vorgenommen, ein Abschlussbuch zu erstellen. Letztes Jahr hab ich selbst eins geschenkt bekommen und die Idee und die Umsetzung fand ich so schön, dass ich es für meine Klasse übernehmen wollte.

Die Idee & Entstehung

Ein Abschlussbuch ist ein Buch voller Erinnerungen, Berichte, ganz vielen Fotos und zu guter Letzt auch Kontaktmöglichkeiten, damit sich die Kinder untereinander nicht aus den Augen verlieren. Die Idee brachte ich Anfang des zweiten Schulhalbjahres auf dem Elternabend und präsentierte ihnen das Abschlussbuch des vergangenen vierten Schuljahres. Sofort begeisterten sich einige Eltern dafür und es bildete sich ein kleines Team, das die Verwirklichung gemeinsam mit mir vorantreiben würde. Wir einigten uns auf einem Folgetreffen auf die folgenden Inhalte im Abschlussbuch:

  1. Fotos und Daten zur Grundschule
  2. Berichte und Fotos zu den vergangenen vier Grundschuljahren (beispielsweise Klassenfotos, Ausflüge, Klassenfahrt, schulinterne Feste)
  3. Fotos der einzelnen Lehrer
  4. Steckbriefe der Kinder.

Die ersten Schritte

Zunächst einmal wurden Fotos herausgesucht und gesichtet. Hierfür musste ich auch die anderen Kolleginnen und Kollegen fragen, ob sie jeweils von den ersten Schuljahren Fotos hätten. Dann haben wir alles sortiert, beschriftet und eingeordnet. Kurze Berichte unter den Fotos sollten die Kinder daran erinnern, was sie alles Schönes erlebt haben. Dann suchte ich nach einem passenden Steckbrief, wurde jedoch nicht fündig, sodass ich einen eigenen erstellte. Das ging recht schnell und unkompliziert, und hatte genau die Punkte, die für ein Abschlussbuch geeignet sind:

 

Der Steckbrief: Wichtig ist es, dass die Kinder Kontaktmöglichkeiten haben. (Foto: Sopie)

Momentan warten wir auf die Rückgabe der Steckbriefe, die dann eingescannt werden. In der Zwischenzeit haben wir Angebote von verschiedenen Druckereien eingeholt, da das Buch ordentlich gebunden und gedruckt werden soll.

Der bisherige Stand

Noch ist das Buch nicht fertig gestellt, aber auch die Vorbereitungen machen Spaß, vor allem wenn man engagierte Eltern und Kinder dabei hat. Die Berichte zu den einzelnen Ausflügen wurden auf die Schülerinnen und Schüler verteilt, die Spaß daran haben. Wichtig ist noch der finanzielle Aspekt. In unserem Fall werden die Bücher den Kindern zum Abschluss geschenkt und nicht verkauft. Hierfür haben wir noch ausreichend Geld in der Klassenkasse. Auf diesen Punkt muss man sich ganz am Anfang in der Elternschaft einigen. Es können natürlich auch Sponsoren gefunden werden, die dann in Form von „Werbung“ im Buch auftauchen.
Im nächsten Beitrag berichte ich euch von der Fertigstellung des Buches und zeige euch ein paar Ausschnitte. Seid ihr auch schon so gespannt wie ich?

Der Übergang auf die weiterführende Schule verändert viel im Leben eines Kindes. Wie ihr eure Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen könnt, erfahrt ihr in diesem Themenheft:


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