Reflexion im Englischunterricht

Mit dem heutigen Beitrag möchte ich euch erzählen, wie ich mit meinen Schülerinnen und Schüler im Englischunterricht reflektiere. Jede Arbeitsphase in meinem Unterricht trainiert schwerpunktmäßig eines der vier „skills“ des Englischunterrichts: listening, speaking, reading, writing. Im Anschluss an eine Arbeitsphase frage ich meine Schülerinnen und Schüler dann ritualisiert:

How did it work to speak/listen/read/write English today?

Die Kinder heben daraufhin ihren Daumen in die Luft.
Dieser kann noch oben zeigen (Bedeutung: It was easy.), der Daumen kann waagerecht gezeigt werden (Bedeutung: It was so-so.) oder der Daumen kann nach unten zeigen (Bedeutung: It was not so easy. / It was difficult.). Ich warte immer bis jedes Kind seinen Daumen in der Luft hat, da es eigentlich nicht möglich ist, zu dieser Frage keine Meinung zu haben.

Anschließend frage ich dann immer einzelne Kinder:
Why was it easy/so-so/difficult for you today?

Die Kinder können dann mit Hilfe unseres Reflexionsplakats antworten.

Visualisierung der Redemittel zur englischsprachigen Reflexion. (Foto: Linda)

Je nach Leistungsstand der Klasse nutze ich für den Daumen nach unten entweder die Redewendung „It was not so easy.“ oder bei leistungsstärkeren Gruppen dann „It was difficult.“, da das Wort „difficult“ erfahrungsgemäß auch difficult auszusprechen ist.

In der Reflexionsphase mit den Schülerinnen und Schülern ist mit der Zeit jedes Kind in der Lage den ersten Teil der Reflexion auf Englisch zu leisten:

Speaking/Listening/Reading/Writing English was … .

Für die Begründung stehen den Kindern ebenfalls verschiedene Redemittel zur Verfügung, die zudem sukzessiv erweitert werden, wann immer eine neue Antwortmöglichkeit im Reflexionsgespräch entsteht. Die Kinder haben aber auch die Möglichkeit ihre Begründung, warum ihnen eine Aufgabe leicht oder eher schwerer fiel, auf Deutsch abzugeben. Diese übersetze ich dann mit Hilfe der Sandwich Methode ins Englische (siehe hierzu meinen Blogbeitrag zur Sandwich Methode).

Es ist wirklich erstaunlich zu beobachten, wie schnell die Kinder sich an eigene englische Formulierungen trauen, aber auch wie sicher sie die bereitgestellten Redemittel zunehmend anwenden. Auf diese Weise bieten regelmäßige Reflexionsphasen im Englischunterricht eine hervorragende Möglichkeit um die sprachlichen Kompetenzen der Kinder in authentischen Situationen zu üben und anzuwenden.

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