Kunst aus Seife – Schnitzen von Moai-Figuren im Kunstunterricht

Fremde Kulturen üben auf Kinder eine enorme Faszination aus. Diese Erfahrung mache ich regelmäßig, wenn ich diesen vielfältigen Themenbereich im Unterricht anschneide – oder als Unterrichtseinheit tiefergehend mit den Schülerinnen und Schülern thematisiere.

„Indianer“, „Wikinger“, „Römer“ und „Kelten“ stellen Themen dar, die im Unterricht der Grundschule häufig durchgenommen werden.

Allerdings lassen sich beispielsweise auch „Aborigines“ oder die vielfältigen Kulturen Süd-Amerikas wie „Maya, Inka & Azteken“ hervorragend im Grundschulunterricht fächerübergreifend erarbeiten.

Die Besiedlung des Pazifischen Raumes als Thema im Sachunterricht

Die Besiedlung des Pazifischen Raums stellte lange Zeit die Wissenschaft vor große Rätsel. Wurden beispielsweise die Osterinseln von Süd-Amerika oder von Asien aus besiedelt? Wie war es den Menschen möglich, diese kleine Insel inmitten eines riesigen Ozeans gezielt anzusteuern? Woran orientierten sie sich während ihrer langen Reise? Und warum richtete sich die Kultur der „Rapa Nui“, die ehemaligen Bewohner der Osterinseln, selbst zu Grunde? Warum und wie hatten sie ihre riesigen Steinfiguren, die „Moais“ so zahlreich aufgestellt?

Die Beantwortung dieser Fragen ist nicht nur für Erwachsene unglaublich spannend, auch Kinder im Grundschulalter sind davon fasziniert. Aus diesem Grund bietet es sich an, dies zum Mittelpunkt des Sachunterrichts zu machen und fächerübergreifend auch in andere Fächer zu integrieren.

Während meine 4. Klasse und ich all den oben genannten Fragen nachgingen, beschäftigte wir uns im Kunstunterricht mit der Herstellung kleiner „Moais“, die wir nach eingehender Betrachtung und Analyse von Fotografien, aus einem Stück Seife schnitzten.

Was wird benötigt?

  • ein größeres Stück Seife/ alternativ Paraffin
  • ein Küchenmesser
  • Zahnstocher oder Schaschlik-Stäbchen
  • eine Schraube und ein Holzbrettchen

Vorgehensweise

Nach und nach schneiden und kratzen die Schülerinnen und Schüler aus ihrem Stück Seife so viel Seifen-Material heraus, bis die Form eines Moai-Kopfes entsteht. Mit den Holzstäbchen werden feine Konturen herausgearbeitet.

Ist der Moai fertig, wird er auf ein Holzbrettchen, durch das eine Schraube gedreht wurde, aufgesetzt.

Bei der Gestaltung ihrer Moai begaben sich die Kinder auf eine historisch-künsterlische Reise. (Foto: Hanna)

Was muss beachtet werden?

Eigentlich nichts. Natürlich ist Vorsicht im Umgang mit dem Messer geboten.

Und wird zu schnell zu viel Material abgetragen besteht die Gefahr, dass wichtige Gestaltungselemente wie die Augenbrauen-Kontur oder die markanten Lippen nicht mehr deutlich herausgearbeitet werden können, weil das Material bereits zu dünn ist.

Das plastische Arbeiten macht Kindern oft viel Freude. EIne weitere künstlerische Inspiration findet ihr in diesem Heftbeitrag:


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