Feiertage (1): Der Halloween – Spuk im Unterricht

Der populäre „Feiertag“ Halloween steht bald wieder vor der Tür. In den letzten Jahren sieht man abends auf den Straßen des 31. Oktobers oft kostümierte Kinder, die an den Haustüren klingeln und mit dem Ausruf „trick or treat“ Süßigkeiten sammeln.

Der aus Irland und Nordamerika stammende Feiertag kam im 20. Jahrhundert nach Europa. Ursprünglich entstand der Tag durch die Verschmelzung verschiedener Bräuche rund um Hexen, Vampire und Gespenster. Auch wenn es hierzulande kein Feiertag im eigentlichen Sinne ist, haben Kinder dennoch Spaß an den Kostümen und dem Spuk.

Halloween im Unterricht

In der Schule kann der Tag auf vielfältige Art auftauchen, es muss nicht der komplette Unterricht ausfallen oder ein Kostümfest gefeiert werden. Sei es in Lesetexten im Deutschunterricht, in speziellen Vokabeln im Englischunterricht oder in einem Kunstprojekt. Auch bereits vor und nach dem 31. Oktober kann das Thema aufgegriffen werden. Im Kunstunterricht kann beispielsweise ein Kürbis ausgemalt, gezeichnet, gebastelt werden oder aus verschiedenen Materialien eine Halloween Collage entstehen.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, den Halloween-Spuk ins Klassenzimmer zu holen. (Foto: Sophie)

Im Rahmen des Deutschunterrichts können kleine Reime hübsch aufgeschrieben, verziert und auswendig gereimt werden:

Wir kamen auf dem Besen her,
für Hexen ist das gar nicht schwer.

Wenn wir was Süßes kriegen,
dann siehst du uns gleich wieder fliegen.

Im Englischunterricht können neue Wörter eingeführt werden, beispielsweise:
witch, broomstick, hat, ghost, monster, sweets, vampire, wizard, skeleton

Einige dieser Wörter klingen fast so wie im Deutschen und so wird es nicht schwer sein, sich diese einzuprägen. Solche kleinen Exkurs im Unterricht bereiten den Schülerinnen und Schülern immer wieder Freude und verbinden die schulischen Inhalte noch tiefer mit der Lebenswelt der Kinder.

Auch für den Musikunterricht gibt es schöne Lieder und Texte. Kennt ihr beispielsweise schon die zehn kleinen Geister?

Zehn kleine Geister – die wohnten in der Scheune,
der eine fand den Ausgang nicht, da waren´s nur noch neune.

Neun kleine Geister – die fliegen gern bei Nacht,
dem einen war’s zu gruselig, da waren´s nur noch acht.

Acht kleine Geister – die wollten sich verlieben,
der eine hat geheiratet, da waren`s nur noch sieben.

Sieben kleine Geister – die trafen eine Hex`,
die machte einen Zauberspruch, da waren´s nur noch sechs.

Sechs kleine Geister – die flogen ohne Strümpf´,
der eine wurde krank davon, da waren´s nur noch fünf.

Fünf kleine Geister – die fanden ein Klavier
der eine klimpert immer noch, da waren´s nur noch vier.

Vier kleine Geister – war´n bei der Polizei,
die hat den Flug verboten, da waren´s nur noch drei.

Drei kleine Geister, die hörten einen Schrei,
der eine, der hat Angst gekriegt, da waren´s nur noch zwei.

Zwei kleine Geister, die flogen mit dem Wind,
der trieb sie auseinander und da blieb allein ein Kind.

Ein kleines Geisterkind – das weinte aber sehr,
wenn ihr nicht alle wiederkommt, dann flieg ich auch nicht mehr.

Neun kleine Geister – die lachten „hahahaaaa“,
wir lassen dich doch nicht allein und waren wieder da.

 

Ich hoffe, mit diesen kleinen Inspirationen euch geholfen zu haben, den Halloween-Spuk ein wenig in den Klassenraum zu holen. Wobei auf den 31. Oktober noch ein Feiertag fällt, der Reformationstag. Im nächsten Beitrag berichte ich, wie ihr auf leichte und verständliche Weise den Reformationstag in der Grundschule thematisieren könnt.

Zum Thema "Feste und Feiern" habe ich für euch ein tolles Extra-Heft der Zeitschrift Praxis Grundschule erschnüffelt mit vielen Anregungen und Materialien zum direkten Einsatz in den Unterricht:


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