Feiertage (7): Von der Auferstehung Jesu bis hin zum Osterhasen 

Dieses Jahr Ostern ist alles anders. Gottesdienste und die Ostervorbereitungen in den Schulen finden nicht statt. Für solch ein großes und wichtiges Fest im Christentum ist das schade. Die Aussicht auf eine gemütliche Feier im engen Familienkreis hat aber auch vieles für sich.

Nun stellt sich mir als Religionslehrerin noch die Frage: Lohnt es sich noch das Thema nach dem Fest im Unterricht zu thematisieren? Ja, wieso eigentlich nicht? Vielleicht nicht in dem großen Ausmaß wie sonst, aber die österlichen Feiertage sind so besonders und wichtig, da lohnt sich der Blick nachher auch noch drauf. Außerdem kann das Thema gut fächerübergreifend genutzt werden.

Das Osterfest aus religiöser Sicht

Im Religionsunterricht ist der Leidensweg von Jesus bis zum Kreuz und seine Auferstehung fester Bestandteil des Kerncurriculums. In allen Jahrgangsstufen wird das Fest unter verschiedenen Gesichtspunkten thematisiert. Der Blick auf Jesus als Person und der Gang zum Kreuz wird bereits im ersten Schuljahr thematisiert. In den darauffolgenden Schuljahren geht es immer weiter in die Tiefe bis hin zum ganzen Kreuzweg im vierten Schuljahr. Hierfür kann ein Exkurs in die Kirche stattfinden und dort können Kreuzwegbilder genauer betrachtet werden. Mit der Auferstehung von Jesus beginnt die eigentliche Osterfeier.

Die große Ostergeschichte ist auf den ersten Blick nicht so einfach nachzuvollziehen. Daher gestalte ich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gerne einen „Weg“, während wir die einzelnen Geschichten aus der Kinderbibel dazu hören. Wir fangen meist beim Palmsonntag an, dem Einzug in die Stadt Jerusalem und enden mit der Auferstehung von Jesus. So behalten die Kinder leicht den Überblick und gestalten ihren persönlichen Weg aus Bildern und Texten und dürfen dabei kreativ sein.

Der lange „Weg zum Kreuz“ in einzelnen Stationen dargestellt. (Foto: Sophie)

Ostern im Kunstbereich  

Die Kreativität kann auch im Kunstbereich zu Ostern stattfinden. Hierfür gestalten die Kinder einzelne Stationen bis zum Kreuz. Sie erhalten je zu zweit einen Ausschnitt aus der Kinderbibel und gestalten dazu ein großes Bild auf festem Tonpapier. Dabei dürfen sie frei entscheiden, ob sie malen, Bilder aufkleben, eine Collage erstellen oder auch, ob sie Stifte, Ölfarben oder Wasserfarben verwenden. Es muss nur zu ihrer jeweiligen Textpassage passen und darf keinen Text beinhalten. Mit dieser Arbeit haben meine Drittklässler vor Schulschließung begonnen und hatten so viel Freude dabei, dass ich sehr gespannt auf die fertigen Ergebnisse bin. Vielleicht stelle ich sie dann hier nochmal rein.

Ostertraditionen

Auch die Osterbräuche stehen in Verbindung zum Osterfest. (Foto: Sophie)

Osterhase, Osterküken, Osterlamm – es gibt viele Osterbräuche, die auf dem ersten Blick mit der eigentlichen Jesus-Geschichte nicht viel gemeinsam haben. Und doch finden wir sie jedes Jahr wieder in den Einkaufsläden, in unseren Häusern und auf Bildern. Schaut man sich die Bedeutung an, ist der Zusammenhang zur Bedeutung von Ostern da. Die grünen Zweige, Ostergras und Palmwedel stehen beispielsweise für Hoffnung und das Osterküken und das Osterlamm für das neue Leben.

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