Interaktives Wörterbuch im Englischunterricht

In diesem Beitrag möchte ich euch berichten, wie sich meine Schülerinnen und Schüler im Englischunterricht selbstständig Hilfe holen können, wenn sie ein Wort nicht mehr wissen oder die genaue Aussprache vergessen haben bzw. überprüfen möchten.

Interactive picture dictionary

Ich habe auf ein iPad die App „book creator“ heruntergeladen und ein neues Buch begonnen. Dieses habe ich „interactive picture dictionary“ genannt und es von Beginn des Englischunterrichts an, konstant mitwachsen lassen. Die Bildkarten der neu erlernten Wörter habe ich entweder abfotografiert oder als digitale Bilddateien eingefügt und dann zu jeder Bildkarte eine Sprechblase angelegt, wo ich das entsprechende englische Wort aufgesprochen habe.

Nach Möglichkeit versuche ich auch immer wieder andere Gegenstände anstelle von Bildkarten zu verwenden, wie hier zum Beispiel farbige Stabpuppen. Aber auch echte Lebensmittel eignen sich bei Themen wie „food and drinks“ hervorragend als authentische Gegenstände. Zudem versuche ich die Audiodateien immer wieder auch von einem native speaker aufsprechen zu lassen, was den Kindern den Umgang mit verschiedenen Sprechern ermöglicht und gleichsam Authentizität verleiht. Dazu bitte ich gerne meine englischen oder australischen Freunde um Hilfe oder nutze die Vorlesefunktion von Übersetzungswebsites im Internet.

Einsatz im Unterricht

Im Unterricht befindet sich das interaktive Wörterbuch am „help me desk“. Wenn die Kinder in einer Unterrichtsphase Hilfe benötigen, dann gehen sie zum iPad, setzen sich die Kopfhörer auf und klicken auf die Sprechblase bei dem Wort, welches sie anhören möchten. Ich habe den Kindern erklärt, dass sie das Wort auch mehrmals anklicken und flüsternd mitsprechen können, um es wirklich zu verinnerlichen.

Interaktives Wörterbuch zum Thema „colours“ (Foto: Linda).

Führen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ein Interview zum Thema „What’s your favourite colour?“ durch und sie möchten gerne mit „lila“ antworten, aber wissen das Wort nicht mehr, dann sagen sie ihrem Interviewpartner „One moment please, I need help.“ Sie gehen daraufhin zum „help me desk“, klicken auf den lilafarbenen Kreis und gehen „purple“ flüsternd zurück zu ihrem Partner. Dort können sie dann schließlich antworten: „My favourite colour is purple.“ Falls die Kinder die Fragestellung vergessen haben. Können sie diese ebenfalls am iPad anhören.

Das interaktive Wörterbuch ist somit eine gute Möglichkeit für die Lernenden sich selbst Hilfe zu holen, ohne ihre Lehrerin zu fragen. Dies entlastet einerseits die Lehrperson, aber lässt andererseits die Hemmschwelle für Nachfragen viel geringer werden, da das iPad ja quasi nicht weiß, wer sich wie oft Hilfe holt. Denn auch wenn ich den Kindern immer wieder sage, dass Nachfragen wichtig sind und sie so viel fragen können und sollen, wie nötig, trauen sich manche Kinder trotzdem eher bei einem Gerät nachzufragen, als bei einer Lehrkraft.

Somit bietet das interaktive Wörterbuch eine sehr dezente aber dennoch höchst effektive Hilfsmöglichkeit im Englischunterricht. Durch den Aufbau der App wie in einem Buch können die Kinder bei Bedarf auch zu vorherigen Themen zurückblättern um beispielsweise Zahl- und Farbwörter mit anderen Themenbereichen zu verknüpfen.

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