Feiertage (5): Die Adventsgeschichte einmal
anders

Jeder kennt sie: die Adventszeit. Die Zeit, in der fast überall vier Kerzen hübsch aufgestellt und an vier Adventssonntagen nacheinander angezündet werden. Sie verkürzt uns die Zeit bis Weihnachten. Und ob mit religiösem Hintergrund oder nicht, das Fest rund um Weihnachten ist in fast jedem Haushalt angekommen. Daher ist es auch schön, den Advent ein wenig in den Blick zu nehmen. Nun gibt es hierfür viele Zugänge, meist brennen auch im Klassenraum (künstliche) Lichter. Heute stelle ich euch eine etwas andere Adventsgeschichte vor.

Die Kerzen möchten nicht länger brennen

In dieser Geschichte fangen die Kerzen an, miteinander zu sprechen und entscheiden von alleine, nicht länger brennen zu wollen. Eine wunderbare Geschichte, um den Advent den Schülern auf eine verständliche Art und Weise näherzubringen. Gleichzeitig kann der Klassenadventskranz oder einfach vier Teelichter als Unterrichtsmaterial genutzt werden. Die vier Kerzen erhalten alle einen Namen und eine Eigenschaft und machen somit die Weihnachtsbotschaft ein Stückweit greifbarer für die Kinder.

Friede, Glaube, Liebe, Hoffnung – das alles verbindet den Advent. (Foto: Sophie)

Die Geschichte

Am Adventskranz brannten vier Kerzen. Draußen lag Schnee und es war ganz still. So still, dass man hören konnte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch auf der Welt gibt es so viele Kriege. Die Menschen wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und erlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben an gar nichts mehr. Was macht es für einen Sinn, ob ich brenne oder nicht?“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze erlosch.

Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße LIEBE. Mir fehlt die Kraft weiter zu brennen; Egoismus beherrscht die Welt. Die Menschen sehen nur sich selbst, und sie sind nicht bereit, einander glücklich zu machen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind ins Zimmer. Erstaunt schaute es die Kerzen an und sagte: „Warum brennt ihr nicht? Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein.“ Betrübt ließ es den Blick über die drei verloschenen Kerzen schweifen.

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Sei nicht traurig, mein Kind. Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG.“

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.

Zum Thema Weihnachten habe ich ein tolles Themenheft für euch erschnüffelt, mit vielen Unterrichtsideen, unterschiedlichen Formen von Adventskalendern, zwei Theaterstücken, einer Lesewerkstatt …


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