Ein nachhaltiger Umgang mit Weihnachtsgeschenken

Weihnachten ist das wichtigste Fest für Christen in aller Welt. Aber mit zunehmendem Wohlstand bei einem Großteil der Bevölkerung ist Weihnachten, aber vor allem auch das Fest der Geschenke. Selbstverständlich gehört das Schenken ebenfalls zu Weihnachten dazu. Die heiligen drei Könige standen ja auch nicht mit leeren Händen da, als sie Maria und Josef bzw. das Jesuskind besucht haben.

Allzu oft, werden aber auch Dinge verschenkt, über die sich der Beschenkte überhaupt nicht freut. Am einfachsten ist es natürlich, das Geschenk umzutauschen. Aber nicht immer ist das möglich. Also was tun?

Weihnachten ist für viele nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch das des Schenkens. Doch wohin mit den Geschenken, die nicht ganz den Vorstellungen entsprechen? (Foto: pixabay)

Wie wäre es mit einer Tauschbörse?

Die zunehmende Erderwärmung, die Endlichkeit der Rohstoffe, die wachsende Plastikflut, das immer größer werdende Müllproblem… zwingen uns mehr und mehr zu einem bewussteren und nachhaltigeren Umgang, auch mit Geschenken, die wir nicht brauchen. Wie wäre es deshalb mit einer Tauschbörse an der Schule? Natürlich soll die (Grund-) Schule in erster Linie Bildung und Kompetenzen vermitteln, aber sie soll auch die Schülerinnen und Schüler zu einem nachhaltigeren Denken und Handeln und zu einem größeren Umweltbewusstsein erziehen.

Eine Vielzahl von Schulen hat deshalb in ihrem Leitbild Umweltthemen verankert. Für diese Schulen, aber natürlich auch für alle anderen Schulen, ist die Tauschbörse vielleicht eine sehr gute Möglichkeit.

Die konkrete Umsetzung

Natürlich macht eine Tauschbörse nur Sinn, wenn genügend Interesse daran besteht. Deshalb müsste man, zum Beispiel mit Hilfe eines Elternbriefes, vorab klären, ob bei den Schülerinnen und Schülern bzw. bei den Eltern überhaupt Interesse vorhanden ist.

Natürlich sollte man sich darüber im Klaren sein, wie groß die Umsetzung werden soll. Soll nur eine Klasse oder die ganze Schule beteiligt sein? Eventuell wäre es auch sinnvoll, wenn die Eltern dabei wären. Ansonsten könnte es passieren, dass die getauschten Geschenke, was den (Geld-) Wert angeht, sehr unterschiedlich sind. Also zum Beispiel der Tausch eines Taschenbuches gegen einen Experimentierkasten. Natürlich ist ein solcher Tausch möglich, allerdings müsste es zu dem Taschenbuch entweder noch ein weiteres Tauschprodukt dazu geben (z.B. ein oder zwei weitere Taschenbücher) oder es könnte eventuell auch noch ein kleiner Aufpreis in Bargeld fällig werden. Vor diesem Hintergrund wäre es vielleicht sinnvoll, wenn zumindest ein Elternteil anwesend wäre. In diesem Fall wäre es wichtig, dass die Tauschbörse entweder freitagnachmittags oder samstags stattfinden würde.

Selbstverständlich könnten nicht nur Weihnachtsgeschenke, sondern auch alle anderen Gegenstände (in sehr gutem Zustand), die nicht mehr gebraucht werden, getauscht werden. Allerdings muss man in diesem Fall aufpassen, dass die Veranstaltung, was den Umfang bzw. die angebotene Ware angeht, nicht ausartet. Aus diesem Grund wäre eine Beschränkung auf beispielsweise zehn Gegenstände sinnvoll. Ebenso sinnvoll wäre es aus meiner Sicht, wenn man Kleidung nur beschränkt oder gar nicht zum Tausch zulassen würde.

Und zuletzt…

Vorab müsste natürlich auch geklärt werden, wo die Börse stattfinden könnte (z. B. Aula, Mensa) und wie „die Waren“ angeboten bzw. präsentiert werden. Zugegebenermaßen ist die Beantwortung dieser Frage bzw. die Organisation nicht ganz einfach. Allerdings sollte die Umsetzung an diesem Punkt nicht scheitern!

„Nur tauschen“ ist vielleicht ein bisschen wenig für eine schulische Veranstaltung, bei der die Eltern anwesend bzw. beteiligt sind. Deshalb könnte man die Börse vielleicht auch mit einem Auftritt des Schülerchores, mit einer Bilderausstellung oder mit etwas anderem kombinieren.

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