Und plötzlich ist Krieg…

Kaum jemand hat sich vorstellen können, dass es im 21. Jahrhundert (mehr als 76 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges) wieder zu einem Angriffskrieg mitten in Europa kommt. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Brutalität, Gefahren und Auswirkungen auch auf uns in Deutschland ist dieses Thema zu Recht im Mittelpunkt der täglichen Nachrichten. Auch in der Schule kann und sollte das Thema angesprochen werden.

Unterrichtliche Behandlung

Zunächst heißt es, Zeit und Gelegenheit zu schaffen, um die Geschehnisse anzusprechen und den Gedanken und Gefühlen der Kinder einen sicheren Raum zu geben. In einem Unterrichtsgespräch können die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Ängste äußern, sondern auch ihre Fragen stellen. Auf diese Weise kann aber auch Sachwissen vermittelt werden. Natürlich kann bereits mit den jüngsten Kindern darüber gesprochen werden, aber das Thema „Krieg“ ist für Dritt- und Viertklässler besser geeignet. Das bedeutet nicht, dass man dieses Thema in den unteren Klassen nicht aufgreifen sollte, aber in einem viel geringeren Umfang und am besten in Verbindung mit einer weiteren Aktion (z.B. dem Ausmalen von Ukraine-Flaggen / Friedenszeichen).

Für Frieden. (Foto: Ralph)

Bei einem Unterrichtsgespräch über ein derart sensibles (und auch angsteinflößendes) Thema sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Es gilt darauf zu achten, ob in der Klasse Kinder aus der Ukraine und Russland sind, die direkt von diesem Krieg betroffen sind. Möglicherweise sind auch Kinder in der Klasse, die aus einem anderen Kriegsgebiet (z.B. Syrien) kommen. Hier gilt es sensibel auf die Gefühle dieser Kinder zu achten.
  • Kindgerechte und altersangemessene Sprache. Das bedeutet beispielsweise keine (militärischen) Details.
  • Objektiv bleiben.
  • Den Kindern keine Angst machen.

Anregungen, Hinweise, aber auch sehr gute Links (z.B. Sendung mit der Maus, Blinde Kuh) kann man auf der Seite des Pädagogischen Landesinstitutes Rheinland Pfalz unter dem folgenden Link finden:
https://pl.bildung-rp.de/aktuelle-themen/ukraine-im-unterricht.html

Solidaritätsbekundungen

Noch vor ein paar Monaten sah man an vielen Fenstern Regenbögen. Analog dazu wäre es schön, wenn es jetzt an möglichst vielen Schulen Ukraine-Flaggen, Friedenstauben, Ukraine-Herzen oder Ähnliches, als Zeichen der Solidarität geben würde. Dies können Schülerinnen und Schüler aller Klassen machen. Kostenlose und sehr gute Vorlagen gibt es unter dem folgenden Link im Internet:
https://eduki.com/de/standwithukraine

Hier gibt es auch Arbeitsblätter, Karten, Suchsel und andere Dinge.

Solidarität zeigen. (Foto: Ralph)

Auch Buttons in den Farben gelb und blau können im Rahmen des Werkunterrichts angefertigt werden, die die Schülerinnen und Schüler an ihrer Kleidung anheften.
Äußerst beeindruckend sind aber auch Aktionen, an denen die ganze Schule beteiligt ist. Beispielsweise eine Schweigeminute auf dem Schulhof.

Konkrete Hilfe

An vielen Orten in Deutschland werden Hilfsgüter für die Menschen in der Ukraine und für die Menschen, die auf der Flucht sind, gesammelt. Eventuell gibt es hier eine Möglichkeit, eine solche Aktion im Klassenverbund zu unterstützen.

In der Hoffnung, dass dieser Krieg bald endet, würde ich mich freuen, wenn euch meine heutigen Ideen und Vorschläge gefallen haben und ihr vielleicht die eine oder andere Ideen umsetzen würdet!

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