Schon wieder Blumen?

Kinder malen schon vor der Schulzeit gerne Blumen. Die sehen aber mehr oder weniger ziemlich gleich aus. Es sind in der Regel vereinheitlichte Margeriten in unterschiedlichen Farben. Später ist es dann die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer, den Kindern durch Anregung zu helfen, unterschiedliche Blumenarten darzustellen. Dafür eignet sich ganz hervorragend die Tulpe. Sie ist leicht darzustellen und auch sicher zu erkennen – selbst wenn sie statt der fünf Blütenblätter von den Kindern oft nur mit drei „Zacken“ gemalt wird. Und das schaffen auch die Erstklässler schon.

Aquarellierte Tulpen

Zu ganz besonderen Ergebnissen führt eine Aquarelltechnik, die ich hier vorstellen möchte. Also dürfen es auch wieder mal Blumen sein, die dargestellt werden.

Ob mit fünf oder drei Blütenblättern dargestellt – das Malen von Tulpen beherrschen schon die Kleinsten. (Foto: Herta)

Auf dem Foto könnt ihr sehen, dass das Bild auf einer weißen Unterlage liegt. Das sind beschichtete Platten, genau genommen ausrangierte Einlegeböden z. B. aus Küchenschränken. Die sind perfekt, denn ihr könnt das Papier mit Malerkrepp am Rand rundherum aufkleben. Nach dem Trocknen der Malerei kann das Malerband abgezogen werden und das Bild hat einen schönen weißen Rahmen.

Solche Bretter stehen aber wohl nicht immer im Klassensatz zur Verfügung. Stattdessen könnt ihr auch den Arbeitsplatz mit einer aufgeschnittenen Mülltüte abdecken und auf das Malerband verzichten.

Arbeitsablauf

Auf ein Aquarellpapier im DIN A3-Format malen die Schülerinnen und Schüler zunächst mit Ölpastellkreiden Tulpen, wenn zuvor noch mal über Tulpen und ihre Laubblätter gesprochen wurde. Diese Ölpastellkreiden haben die Eigenschaft, flüssige Farben am Weiterlaufen zu bremsen. Das heißt auch, dass sie Farbflächen begrenzen.

Wenn die Tulpen fertig sind, wird alles mit sehr flüssigen Wasserfarben ausgemalt. Meistens werden die Farben nur bis zu den Wachsstift-Linien laufen.

Wie auch in der Natur ist jede Blume und damit jedes Arbeitsergebnis anders und einzigartig. (Foto: Herta)

Hinweise zu den Farben

Die flüssigen Wasserfarben sind verbrauchsfertig im Handel erhältlich. Meistens werden sie mit Pipetten geliefert, die sich aber für diese Technik nicht eignen. Die flüssigen Wasserfarben gibt es in 50 ml und 250 ml in nicht in allen Farbtönen, aber sind untereinandermischbar und mit Wasser verdünnbar, denn sie sind wirklich wunderbar intensiv.

Tipps

Ich stelle in jedes Farbgefäß einen oder zwei Pinsel. Die Pinsel sollen in der jeweiligen Farbe bleiben. Das spart das Auswaschen zwischendurch und verhindert auch, dass die Farben verunreinigt werden durch Farbreste einer anderen Farbe.

Gut wäre es, wenn kein gefülltes Farbgefäß während des Malens umkippen würde, benachbarte Bilder würden möglicherweise ruiniert werden. Ihr solltet die Kinder bitten, besonders gut aufzupassen, dass das nicht passiert.

Sollte es dann doch geschehen, ist es gut, wenn die Farbgebinde klein waren. Es begrenzt den Schaden.  Also lieber 50 ml-Gebinde kaufen oder von größeren Gebinden kleine Portionen in mehrere Gläser abfüllen. Pro Arbeitsgruppe sollte je ein Gefäß jeder Farbe zur Verfügung stehen.

Weitere Ideen und Anregungen für einen kreativen Kunstunterricht habe ich hier für euch zusammengestellt:


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