Wir basteln ein Sankt-Martins-Windlicht

Nun ist es bald soweit und in meinem Heimatdorf leuchten an vielen Straßenecken kleine Martinslichter. Das ist nämlich bei uns eine Tradition, denn unsere Gemeinde ist nach dem Heiligen Martin benannt worden. Für meinen Religionsunterricht mache ich mir die Idee der Windlichter zu Nutze. Auch hier gestalte ich mit meiner Klasse kleine Windlichter.

Einstimmung ins Thema

Bevor es ans Gestalten geht, führe ich mit einer Erzählung in den Stoff ein. Dabei gestalte ich die Erzählung lebendig (dazu besuchte ich ein Seminar zum Bibelerzählen). Auch die Kinder hängen an meinen Lippen und erzählen recht lebendig, wie sie der Geschichte folgen konnten. Zusätzlich begleite ich die Stunden vor der Martinswoche durch entsprechende Musik. Hierzu habe ich „Die Geschichte von St. Martin“ von Nicola Dröge für mich entdeckt. Die flotte Musik regt recht schnell zum Mitsingen an und ist bei den Kindern sehr beliebt.

Aber nicht nur das Mitsingen macht Spaß, auch das Darstellen kleinerer Szenen findet großen Anklang. Die Szene mit dem Bettler oder auch das Versteckspiel im Gänsestall lässt sich gut im Themenbereich einbauen.

Gestaltung mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

Auch im Windlicht ist die Bettler-Szene wiederzufinden. Dazu kopiere ich die Szene auf farbigem Karton, damit das Windlicht stabil stehen kann. Damit die Kinder ihr Windlicht sicher identifizieren, lasse ich sie ihren Namen mit Bleistift auf die Unterseite schreiben.

Die benötigten Materialien auf einem Blick. (Foto: Nova)

Je nach Klassenstufe unterscheide ich in der Arbeitsmethode. Derzeit habe ich eine erste Klasse. Mit den ganz Kleinen nutze ich das Prickeln. Das ist auch aus dem Kindergarten noch präsent und teilweise auch Teil meiner Buchstabenstationen.

Mit einer höheren Klassenstufe arbeite ich mit kleinen Silhouettenscheren. Das ist schon etwas anspruchsvoller. Wenn alle dargestellten Elemente ausgelöst sind, werden die „Löcher“ hinten mit Transparentpapier beklebt. Auch hier unterscheide ich im Schwierigkeitsgrad. Am einfachsten ist es, ein vorgeschnittenes Transparent über die gesamte Breite des Windlichts zur Verfügung zu stellen. Sehr bastelbegeisterte Kinder möchten manchmal jedoch unterschiedliche Farben verwenden und sind sehr interessiert daran, jedes einzelne Motiv mit anderen Transparentfarben zu hinterlegen.

Das fertige Martinslicht. (Foto: Nova)

Beim Kleben empfehle ich, rund um die Motive etwas Kleber mit geringem Abstand zum „Loch“ zu kleben. Denn so klebt das Transparent an dieser Stelle besonders fest.
Sind alle Motive mit Transparentpapier hinterlegt, wird das Windlicht seitlich zusammengefügt und geklebt. Hierbei drücken wir mit Daumen und Zeigefinger unten und oben einen Moment fest zu. Ist nicht mehr genug Zeit vorhanden, setze ich dafür auch Büroklammern ein.

Nun ist das Windlicht fertig und kann mit einer Kerze zum Leuchten gebracht werden. Dazu besorge ich über die Klassenkasse entsprechende LED-Teelichter, sodass alles sicher ist. Morgens lassen wir die Windlichter auf der Fensterbank leuchten und freuen uns über die gemütliche und schöne Atmosphäre im Klassenzimmer.

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