Referate im Sachunterricht: Du hast die Wa(h)l

Nach unseren kreativen Erfindungen und der Vorstellung dieser, waren meine Viertklässler bereit für ihre großen Referate im Sachunterricht. Als ich ihnen ankündigte, dass diesmal ein großes Plakat entstehen musste, waren sie begeistert. Bereits die Anfertigung der kleinen Plakate für ihre Erfindungen hatte ihnen Freude bereitet und nun bekämen sie noch mehr Platz, sich kreativ auszutoben.

In Partnerarbeit ordneten wir zunächst die Wale zu. Dabei versuchte ich auf die Interessen der Kinder zu achten und entschied mich gegen Lose oder die zufällige Vergabe. Da sie sich in den nächsten Wochen intensiv einlesen mussten, sollte es – wenn möglich – zu einem Thema ihrer Wa(h)l sein. Zu jedem Wal hatte ich im Vorfeld wesentliche Informationen herausgesucht und wir richteten gemeinsam eine „Walecke“ mit Büchern, Walplüschtieren und Postern/Bildern aus Zeitschriften ein.

Im Vorfeld: Lesen, Aussuchen, Recherchieren

An diesem Punkt angelangt habe ich die verschiedensten Herangehensweisen gesehen. Die einen Schüler kamen bereits am nächsten Tag mit Büchern und ausgedruckten Internetseiten zu ihrem Thema wieder und fingen eifrig an zu lesen. Andere wussten nicht, wie und womit sie beginnen sollten und schauten sich erst einmal die mitgebrachten Bücher und Bilder an. Wieder andere gingen an den Klassencomputer, um sich Informationen raus zu schreiben. Eine Ecke mit mitgebrachten Büchern und von mir ausgestellten Materialien zu jedem Wal empfand ich als besonders hilfreich. Nicht jeder nahm sich dort etwas zur Hilfe, aber dennoch gingen viele an die Lexika zu den Walen oder an die fertigen Informationsblätter. Es war ihnen zusätzlich freigestellt, zu Hause weiter zu recherchieren oder mit ihren Eltern gemeinsam im Internet zu lesen.

Die Plakate entstehen

Die Plakatkriterien wurden im Vorfeld intensiv besprochen. Denn diesmal würde es zu einer Benotung der Plakate und der Präsentation kommen. Dafür sollten die Kriterien im Vorhinein an die Schülerinnen und Schüler herangetragen werden. Folgende Kriterien waren hierbei wichtig:

  • Große, lesbare Überschrift
  • insgesamt lesbare Schrift und Schriftgröße
  • Plakat nicht zu voll beladen, ausreichend Platz zwischen Bild und Text
  • zwei bis vier Bilder (z. B. selbstgemalt, ausgedruckt, ausgeschnitten)
  • „Steckbrief“ zu jedem Wal: Aussehen, Länge, Gewicht, Höchstalter, Nahrung, Nachwuchs, Lebensraum, Besonderheiten (ein Mustersteckbrief lag zum Ausfüllen und Aufkleben bereit, musste aber nicht genutzt werden)
  • ein Walbild bzw. eine Walskizze musste beschriftet werden mit den Besonderheiten eines Walkörpers (wie Fluke, Finne, Flipper, Blasloch usw.)

Anhand verschiedender Kriterien haben die Kinder ihr Plakat gestaltet. Hier ein angefangenes zum Belugawal. (Foto: Sophie)

Durchführung & Vorstellung

Die Plakatgestaltung machte großen Spaß. Die Schülerinnen und Schüler tobten sich kreativ aus und nur wenige benutzten beispielsweise den Mustersteckbrief. Vieles wurde mit der Hand geschrieben und gemalt. Dabei merkten die Kinder von selbst, wenn sie zu früh mit der Plakatgestaltung anfingen und noch nicht ausreichend recherchiert hatten und mussten dann einen „Schritt“ zurück. Bei der Vorstellung waren die Schüler selbst sehr kritisch mit sich.

Diesmal gingen die Präsentationen ein wenig länger als die der Erfindungen. Die meisten Gruppen überlegten sich noch Fragen an das Publikum oder teilten ein Quiz aus, das ich im Vorfeld für alle kopiert hatte. Das Abtauchen in die Welt der Wale war insgesamt eine sehr gute Wahl!

Ein gutes Referat zu halten ist nicht immer einfach, aber erlernbar. Wie ihr eure Schulkinder dabei unterstützen könnt, erfahrt ihr in diesen Beiträgen:


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