Pablo Picasso und ein abstraktes Portrait

Büste einer Frau mit Hut“ ist 1962 entstanden und ein Farblinolschnitt. Dargestellt ist das Gesicht von Picassos Frau Jacqueline Roque, die er mit 80 Jahren 1961 geheiratet hat. Die großen Farbflächen in kräftigen Farben ergeben zusammen ein abstraktes Portrait.

Picasso war ein Meister der Abstraktion, seine Friedenstaube ist sehr bekannt und auch sie besteht nur aus wenigen Linien. Die Zeichnung ist reduziert auf das Nötigste und es ist ganz eindeutig eine Taube. Und obwohl das Frauenportrait ein Linolschnitt ist, kann es Anlass sein für eine malerische Aufgabe.

Vorentlastung

Sehr gut kann an diesem Bild erarbeitet werden, wie wenig nötig ist, um klar erkennen zu können: ein menschliches Gesicht. Nase, Mund und Augen reichen. Ohren können, müssen aber nicht gemalt werden, denn oft sind sie verborgen unter den Haaren. Auch Haare können, müssen aber nicht zu dem Portrait gehören.

Wenn Nase, Mund und Augen gemalt sind, müssen diese nicht einmal in den naturalistischen Farben dargestellt sein. Wie beim Linolschnitt von Picasso darf das Gesicht in bunten Farben leuchten.

Ein paar Informationen zum Künstler können an dieser Stelle gegeben werden. Wenige biografische Daten reichen. Die Grundschulkinder sollten nicht überfordert werden. Picasso wird ihnen ein bekannter Name sein, sie dürfen zusammentragen, was sie von Picasso wissen.

Der Begriff der Abstraktion kann erklärt bzw. erarbeitet werden. Das ist leicht möglich bei der Betrachtung des oben genanneten Bildes. Bevor die Kinder mit dem Malen beginnen, sollte das Bild unbedingt weggelegt werden.

Aufgabenstellung                                                     

Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, mit Wasserfarben auf ein DIN A3 Malpapier im Hochformat blattfüllend ein menschliches Gesicht zu malen. Dazu sollten sie nicht vormalen mit Bleistift. Das erschwert die Aufgabe unnötig.

Ausdrücklich dürfen sie das Portrait in bunten Farben malen, lediglich sollte erkennbar sein, dass es ein Gesicht ist. Also müssen Augen, Mund und Nase gemalt werden.

Tipp: Die Kinder malen die Augen „oben“ hin und das ist ja auch richtig. Allerdings befinden sich die Augen etwa in der Mitte des Gesichtes, natürlich trotzdem „oben“, wenn man bedenkt, dass der Mund unten ist. Manchmal wirkt es befremdlich, wenn Kinder die Augen mehr so im Bereich des Haaransatzes malen. Deshalb könnte man darauf hinweisen und evtl. eine Skizze an der Tafel anfertigen, die das zeigt.

Das Mädchen hat zwar die Augenbrauen weggelassen, dafür aber die Wimpern gemalt. Die portraitierte Frau trägt eine Kette. Die Augen sitzen zu hoch im Gesicht. Für eine Bewertung der Malerei würde ich das aber nicht mit einbeziehen. Typisch ist das Vormalen mit dem Pinsel. (Foto: Herta)

Meistens haben die Schülerinnen und Schüler großen Spaß an dieser Aufgabe, denn sie überfordert sie nicht. Das Gesicht muss niemandem ähnlich sehen, es muss nichts so detailliert gemalt werden, dass es realistisch erscheint und es darf mal so richtig bunt gemalt werden.

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