Ohne Masken ist es (fast) wie immer!

Zum allerersten Mal seit langer Zeit sind wieder alle meine Schülerinnen und Schüler da. Fast alle nutzen die neu gewonnene Freiheit ohne Maske, auch wenn seit geraumer Zeit nicht mehr getestet wird. Ein ungewohntes Gefühl. Wie kann die Unterrichtsgestaltung nun aussehen und worauf kann noch geachtet werden?

Glücklicherweise halten sich die Corona-Zahlen unter den Schülerinnen und Schüler momentan in Grenzen. Doch die Sicherheit ist trügerisch. Jederzeit könnte sich das Virus bei uns wieder rasch ausbreiten. Umso mehr grasiert das Corona-Virus in unserem Kollegium. Aufgrund der ohnehin schon bestehenden Unterversorgung („Minusstunden“) an unserer Schule können wir nach Rücksprache mit dem Schulamt zwei Klassen ins Fernlernen schicken. Obwohl das Fernlernen für uns relativ geschickt ist, bedeutet dies dennoch zusätzlicher Stress für das restliche Kollegium. Schließlich müssen die Unterrichtsmaterialien herausgegeben, Arbeitspläne kopiert, „Notfallkinder“ verteilt und Aufsichtpläne abgeändert werden.

Nach mehr als zwei Jahren Pandemie und unzähligen Vorschriften ist eine große Unsicherheit vorhanden. Was ist erlaubt? Was muss man beachten? Darf man im Musikunterricht ohne Abstand und Maske singen? Dürfen Geburtstagskinder Kuchen in die Schule mitbringen? Müssen die Kinder, wenn wir mit einem angemieteten Bus zum Verkehrsübungsplatz fahren Masken tragen? Diese und ähnliche Fragen sorgen immer noch für Unsicherheit.

Die Maskenverschmutzung muss gestoppt werden. (Foto: Ralph)

Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung

Von einer Normalisierung sind wir, trotz „Freedom-Day“, weit entfernt. Wir können froh sein, dass kein Lockdown mehr ist und die Schulen offen sind. Positiv gesehen, besteht in der momentanen Situation auch die Chance, dass wir –als Lehrerinnen und Lehrer- ein Stück weit von unserem herkömmlichen Konzept und Unterricht abrücken. Dazu möchte ich euch ein paar Vorschläge machen:

  • Leider liegen immer noch sehr viele Masken auf dem Boden herum. Das Einsammeln mit Greifzangen und Handschuhen macht den Kindern nicht nur Spaß, sondern trägt auch zur Sauberkeit bei. Denkbar wäre aber auch eine Gemarkungsputzete, denn das Problem beschränkt sich ja nicht nur auf das Schulgelände.
  • Lange Zeit waren Kontaktsportarten im Rahmen des Sportunterrichts verboten. Die Gefahr einer Ansteckung besteht auch weiterhin. Deshalb ist es überaus sinnvoll, den Sportunterricht ins Freie zu verlegen. Beispielsweise für Spiele auf dem Sportplatz, um für die Bundesjugendspiele zu üben oder auch um einen kleinen Dauerlauf zu machen.
    Eventuell kann im Rahmen des Sportunterrichtes aber auch ein Spaziergang oder eine Wanderung gemacht werden.
  • Viele Unterrichtsinhalte, wie z.B. das Lesen einer Lektüre im Deutschunterricht oder das Üben von Dialogen im Englisch-Unterricht können problemlos auf den Schulhof verlegt werden. Hier gibt es eine Idee für den Kunstunterricht.
  • Eventuell können jetzt auch verstärkt Lerngänge (z.B. in den Wald, zur Feuerwehr) durchgeführt werden.

Vielleicht habt ihr auch noch die eine oder andere Idee, wie man aus der momentanen Situation einen „Gewinn“ erzielen bzw. eventuell veraltete Strukturen überdenken kann.

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Die Corona-Pandemie brachte das Schulleben schlagartig zum Erliegen und veränderte es anschließend Stück für Stück - weitere Erfahrungsberichte:


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