Offenes Arbeiten zum Thema „Universum“

Im Sachunterricht arbeite ich gerne offen und räume den Kindern viel Entscheidungsfreiheit ein. Doch offenes Arbeiten muss gut angeleitet werden, damit kein Chaos entsteht und der Lernzuwachs gegeben ist. Deswegen möchte ich euch im Folgenden einen Einblick geben, wie ich eine offene Unterrichtsreihe plane, gestalte und umsetze.

Aufgabenbereiche festlegen

Wenn ich ein Thema aufarbeite, dann überlege ich mir zunächst welche Aufgabenbereiche ich gerne abdecken würde. Das Thema „Universum“ bietet viel Potential und kann ebenso vielseitig aufbereitet werden. Wichtig ist mir immer, möglichst abwechslungsreiche Zugänge zu schaffen. Offenes Arbeiten bedeutet nicht ausschließlich, Karteikarten zu lesen und Sachtexte zu verfassen. Ein Thema sollte immer auch handelnd und selbstentdeckend angebahnt werden. Darüber hinaus ist mir wichtig, die Kinder nicht mit Aufgaben zu überschütten. Ich bereite lieber 4-5 gut durchdachte Aufgaben vor, statt 12 oberflächliche. Insbesondere bei jüngeren Kindern, die das offene Arbeiten erst noch lernen müssen, reichen weniger Aufgabenbereiche vollkommen aus. Alles andere führt schnell zur Überforderung und endet im „Nichts tun“. Für das Thema „Universum“ habe ich mich für folgende Aufgabenbereiche entschieden und diese wie folgt aufgearbeitet.

Aufgabenbereich 1: Ich im Universum
Diese Aufgabe eignet sich besonders gut als Einstieg in das Thema. Es geht in erster Linie darum, den Kindern ein Verständnis dafür zu vermitteln, wo sie sich im Universum befinden. Aufgabe ist es die Kreise auszuschneiden und diese, mit dem kleinsten Kreis beginnend, übereinander zu heften. So erfahren die Kinder durch das Aufklappen, welchen Teil sie im Universum einnehmen. Eine Differenzierung nach oben ist gegeben, indem unbeschriftete Kreise zur Verfügung gestellt werden.

Ich im Universum. (Foto: Ida)

 

Aufgabenbereich 2: Sternenbilder

Aufgabenstellung. (Foto: Ida)

Bei dieser Aufgabe beschäftigen sich die Kinder mit Sternenbildern. Wichtig war mir hier, dass neben dem sachlichen Zugang über einen Text auch ein künstlerischer gegeben ist. Um einen Bezug zum Kind zu schaffen, besteht die Aufgabe zunächst darin herauszufinden, welches Sternzeichen es ist. Anhand dessen, kann dann das passende Sternenbild erstellt werden. Dafür stehen schwarze Pappen, Pailletten und Klebesterne zur Verfügung. Eine Differenzierung nach oben ist gegeben, indem weitere Informationen zu den Sternenbildern zur Verfügung stehen, die gelesen und notiert werden können. Für diese Aufgabe sollte folgendes Material zur Verfügung gestellt werden: Sachtexte/Bücher zu Sternen und Sternenbildern, Übersicht Sternzeichen und Sternenbilder, Pailletten, Klebesterne, Glitzerstifte, schwarze Pappe

Kreative Aufgabe. (Foto: Ida)

Aufgabenbereich 3: Die Planeten

Dieser Aufgabenbereich kann sehr vielfältig und individuell gestaltet werden. Es geht dabei um die verschiedenen Planeten. Ich habe damals unterschiedliche Materialien sowie Umsetzungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Kinder durften dann selbst entscheiden, wie sie ihre Erkenntnisse festhalten. Eine Aufgabe ist dem Foto zu entnehmen. Darüber hinaus durften die Planeten aber auch aus Styroporkugeln gebastelt werden oder ein Mini-Heft erstellt werden. Mögliches Material, welches zur Verfügung gestellt werden sollte: Sachtexte/Bücher/Karteien zu Planeten, Kopiervorlagen zu Planeten zum Ausmalen, Styroporkugeln, schwarze Pappe.

Aufgabenbereich 4: Die Mondphasen
Auch der vierte Aufgabenbereich wurde offener gestaltet. Mit den Mondphasen haben sich die Kinder auf unterschiedlichste Weise beschäftigt. Sehr beliebt war das Basteln eines Mondphasen-Bechers (siehe Pinterest). Andere Kinder haben die Mondphasen abgemalt und beschriftet. Darüber hinaus konnten sich die Kinder hier ein Video (Sendung mit der Maus: Mond-Erde) ansehen und so mehr zu den Mond-phasen lernen. Eine Aufgabe für zu Hause bestand darin, den Mond jeden Abend zu beobachten und in eine Art Tagebuch abzumalen.

Fazit

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die Schülerinnen und Schüler ganz individuell mit den einzelnen Aufgabenbereichen beschäftigen und neue Erkenntnisse herausarbeiten. Die Atmosphäre während solcher Arbeitsphasen ist eine ganz besondere, denn sie lebt vom Austausch und der Motivation der Kinder.

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