Nistkästen für einheimische Vögel

Mithilfe von selbstgebauten Nistkästen wollte ich mehrere Ziele erreichen: zum einen sollten die Kinder einheimische Vögel kennenlernen und beobachten können. Zum anderen wollten wir einen Beitrag für den Naturschutz liefern. Und die Kinder sollten selbst handwerklich tätig sein, weil viele Kinder diese Arbeiten sehr gern ausführen.

Meine Erfahrungen mit handwerklichen Tätigkeiten im Unterricht zeigen, dass, gerade wenn es um die Arbeit mit Holz geht, viele Sinne angesprochen werden – und alle Kinder, egal welcher Begabung, mit Begeisterung dabei sind.

So sehen die Nistkästen aus: Beispiel eines im Unterricht gebauten Nistkastens mit einer Sonne als Einflugloch

Handwerkliche Tätigkeiten wie das Bauen von Nistkästen bereiten vielen Kindern Freude (Foto: Hanna)

Sachwissen vermitteln

Mit dem Bau von Nisthilfen können Kinder für die Tierwelt, die Natur und langfristig auch für den Umweltschutz begeistert werden.

Ich habe bei diesem Projekt die Fächer Kunst und Sachunterricht miteinander verknüpft. Zunächst behandelte ich mit meiner Klasse die „Heimische Vogelwelt“ im Rahmen des Sachunterrichts. So habe ich mit den Kindern untersucht, welche Vogelarten in unserer Region im Frühling Brutmöglichkeiten suchen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es auch, die Feinde der Vögel zu nennen, da sich daraus wichtige Konstruktionsmerkmale für die Kästen ergeben (z.B. die Größe des Einflugloches).

Bauen von Nistkästen

Nachdem wir das Wissen im Sachunterricht erworben haben, haben wir uns im Kunstunterricht an den Bau der Nistkästen gemacht. Die Kinder bekamen eine genaue Bastelanleitung mit Größenangaben und übertrugen die Angaben auf ihr Sperrholz. Bei diesem Unterrichtsschritt muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Schüler beim Zeichnen der Ecken die „rechten Winkel“ einhalten, damit später die einzelnen Seitenteile des Nistkastens möglichst exakt aneinander passen. Dazu müssen alle Kanten nach dem Sägen mit Schleifpapier möglichst glatt geschliffen werden.

Herstellungstipps:

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten darauf hingewiesen werden, dass die Laubsäge nur „von oben nach unten“ bewegt werden darf. Das Drücken und Reißen der Säge würde zum Zerreißen des Sägeblattes führen.
  • Um das Eindringen von Feuchtigkeit in den Nistkasten zu verhindern, sollte der fertige Nistkasten mit Lack versiegelt und Bitumenpappe, leicht überhängend auf dem Dach, angebracht werden (mit Heißkleber fixieren).
  • Die Seitenteile sind mit Holzleim zusammenzusetzen.
  • Zur Reinigung des Nistkastens muss eine Seite geöffnet werden können. Dies kann beispielsweise mit zwei Scharnieren umgesetzt werden.
  • Der Nistkasten wird mit Acrylfarbe nach den individuellen Vorstellungen der Schulkinder gestaltet.

Benötigtes Material für einen Nistkasten:

  • Sperrholz (mindestens 6mm stark)
  • Laubsäge (mit 7er Ersatzblättern)
  • Zange
  • Zollstock, 30cm Lineal, Geodreieck
  • Handbohrer
  • Bleistift
  • Heißkleber und wasserfester Leim
  • Schleifpapier
  • Acrylfarbe
  • Lack
  • Dachpappe
  • 2 kleine Scharniere oder ein Querriegel

Hier könnt ihr die Bauanleitung für den Nistkasten downloaden

Habt ihr im Unterricht mit euren Schülerinnen und Schülern auch schon einmal Nistkästen gebaut und ähnlich gute Erfahrungen gemacht?

Hier findest du einen Unterrichtsbeitrag und Arbeitsblätter zum Thema "Heimische Vögel"


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