Holiday bingo – Auf spielerische Weise von den Ferien erzählen – 2-

Im ersten Teil dieses Blogbeitrags habe ich euch bereits vom Einsatz des Ferienbingos im Deutschunterricht berichtet. Diese Methode lässt sich auch auf den Englischunterricht übertragen und eignet sich besonders für den Einsatz im Fachunterricht.

Einsatz im Englischunterricht

Das holiday bingo ist vorrangig für den Einsatz in einer dritten oder vierten Klasse konzipiert, in Abhängigkeit vom Leistungsstand der Klassen und vom Zeitpunkt, wann mit dem Englischunterricht begonnen wurde.

Vor der Gesprächsphase sollten die neuen Wörter und Redemittel mit den Schülerinnen und Schülern eingeübt werden. Darüber hinaus kann eine Seite im „interaktiven Wörterbuch“ erstellt werden und als Hilfe angeboten werden (siehe hierzu auch meinen Blogbeitrag zum interaktiven Wörterbuch). Weiterhin dienen die Bilder in den Bingofeldern als visuelle Unterstützung. Das Arbeitsblatt kann zur Einstimmung im Sitzkreis wie auf dem Bild unten präsentiert werden. Im Anschluss sollten die einzelnen Felder besprochen und ihre Bedeutung geklärt werden.

Holiday bingo mit verschiedenen Urlaubsgegenständen. (Foto: Linda)

Die Spielphase selbst läuft dann nach dem gleichen Prinzip, wie bereits im vorherigen Blogbeitrag erläutert, ab. Allerdings ist hier natürlich auf die Kommunikation in der Zielsprache Englisch hinzuweisen. Zudem ist davon auszugehen, dass sich die Gespräche wirklich nur auf die vorgegebene Frage- und Antwortstruktur beschränken wird, da alles weitere sprachlich zu komplex wäre.

Die Schlussphase würde ich im Englischunterricht etwas anders gestalten als im Deutschunterricht. Hier würde es sich anbieten das Arbeitsblatt vergrößert zu kopieren oder mit Hilfe des Tageslichtprojektors gemeinsam auszufüllen. Dabei können die einzelnen Bingofelder der Reihe nach durchgegangen und ausgefüllt werden. Dies könnte wie folgt geschehen:
teacher: „Who went to the beach?“
pupil 1: „Tom went to the beach. Who else?“
pupil 2: „Lisa went to the beach. Who else?“

Damit die Präsentationsphase in der Zielsprache erfolgen kann, könnte man auch für diese Phase Satzanfänge bereitstellen. Zum Beispiel:
went swimming.
went to the beach.

Besonderheiten

Im Englischunterricht würde ich den Fokus primär auf die korrekte Frage- und Antwortstruktur legen, da die Kinder vermutlich bereits im Unterricht mit der Klassenlehrkraft auf Deutsch von ihren Ferien erzählt haben. Das inhaltliche Kommunikationsbedürfnis sollte also bereits gestillt sein. Es würde sich weiterhin anbieten, mit den Klassen kurz auf Deutsch über die englische Vergangenheitsform simple past zu sprechen, damit die Kinder nicht von der Veränderung go swimming > went swimming irritiert werden.

Darüber hinaus kann über das skill “speaking English“ reflektiert werden. An dieser Stelle können die Kinder reflektieren, wie das Englischsprechen funktioniert hat, was ihnen geholfen hat und was ihnen womöglich noch etwas schwerer fiel. Hierzu erscheint bald ein Beitrag.

Insgesamt ist das holiday bingo eine tolle Möglichkeit den Schülerinnen und Schülern eine echte und authentische Gesprächssituation zu bieten. Auf diese Weise werden die Kinder zum Sprechen in der Fremdsprache motiviert und tauschen sich auf spielerische Weise mit ihren MitschülerInnen aus.

Hier kommt nun das Arbeitsblatt zum Ausdrucken und direkt ausprobieren:

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Hier gibt es eine weitere Möglichkeit, Dialoge im Englischunterricht mithilfe von Frage-Antwort-Karten einzuüben:


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