Gestalten mit Papier (2): Blumen mit der Technik „Klappschnitt“

In meinem letzten Beitrag habe ich euch die Technik „Spaltschnitt“ vorgestellt, mit der sich in kürzester Zeit eindrucksvolle Bilder herstellen lassen. Auch beim „Klappschnitt“ handelt es sich um ein technisches Verfahren mit Papier. Die Aufgabenstellung, die ich den Kindern dazu gestellt habe, ist ein wenig anspruchsvoller, sodass sie sich je nach Fähigkeiten der Kinder ab Ende der zweiten Klasse, aber auch in der dritten und vierten Klasse einsetzen lässt.

Blumen mit der Technik „Klappschnitt“ (Foto; Sina)

Die Technik „Klappschnitt“

Beim „Klappschnitt“ wird, wie der Name schon verrät, ein Motiv ausgeschnitten und anschließend aufgeklappt. Wie beim Spaltschnitt ist vor allem auch der Kontrast zwischen den verwendeten Papierfarben für die eindrucksvolle Wirkung verantwortlich.
Da beim Aufklappen des Motivs ein achsensymmetrisches Bild entsteht, eignet sich die Technik auch sehr gut für das fächerübergreifende Arbeiten und kann im Rahmen einer Symmetriesequenz im Mathematik- und Kunstunterricht eingesetzt werden.

Das wird benötigt:

Für die Technik ist nur wenig Material notwendig. (Foto: Sina)
  • Verschiedenfarbiges Papier (das Papier für den Hintergrund sollte dabei ungefähr doppelt so groß wie das andere sein)
  • Schere
  • Kleber
  • Bleistift

Eine Technik, die ein wenig symmetrisches Vorwissen erfordert

Meine Aufgabenstellung für die Klasse lautete: „Stelle eine Blume mithilfe des Klappschnitts her“. Beim Zeichnen des Motivs ist Vorstellungskraft und ein grundlegendes symmetrisches Vorwissen vonnöten. Denn, damit am Ende nur eine Blume entsteht, dürfen die Kinder nur eine halbe Blume zeichnen und ausschneiden. Deshalb ist bei dieser Aufgabenstellung vorab eine ausgiebige Exploration der Technik mit einfachen Motiven wie beispielsweise Halbkreisen oder Vierecken sinnvoll, um Frust bei den Kindern zu vermeiden.

In der anschließenden Zwischenreflexion haben die Kinder dann Erkenntnisse und Tipps ausgetauscht. Erst danach sind wir zum eigentlichen Blumenmotiv übergegangen. In diesem Zusammenhang haben wir auch thematisiert, dass die halbe Blume möglichst formatfüllend gezeichnet werden soll, da sie sonst schnell zu klein gerät und das Endergebnis dadurch an Wirkung verliert.

Nach einigen Versuchen und den Einsatz von Helferkindern haben es am Ende alle Kinder geschafft, mindestens eine Blume im Klappschnitt herzustellen. Und wie es so oft ist, sind es gerade die schwierigsten Aufgaben, deren Lösung die Kinder am Ende mit dem meisten Stolz erfüllt.

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