Geschichten aus dem Alten Testament (4): Mose

Die spannende Josefs-Geschichte findet in der Geschichte von Mose seine Fortsetzung, die bei uns im dritten Schuljahr laut Curriculum vorgesehen ist. Dazwischen ist eine lange Zeit vergangen, in der die Israeliten in ihrer Zahl stetig gewachsen sind und schließlich zu Sklaven des Pharaos werden. Mose(s) wird von Gott beauftragt, das Volk der Israeliten aus Ägypten wieder herauszuführen und sie damit aus der Sklaverei zu befreien. Die Geschichte ist sehr umfangreich und so empfiehlt es sich, ähnlich wie bei Josef, verschiedene Lebensstationen einzeln zu betrachten und sich hierfür Zeit zu nehmen.

Die zentralen Punkte der Geschichte im Klassenraum festzuhalten, verschafft einen guten Überblick. (Foto: Sophie)

Zentrale Unterrichtsschritte

1. Das Land Ägypten: Das weit entfernte Land Ägypten den Kindern im ersten Schritt näher zu bringen, ist wichtig für die Geschichte. Die Unterschiede zu unserem Lebensraum sind groß, und eine Vorstellung davon zu erhalten, wie es in Ägypten aussieht (hier können Bilder zum Einsatz kommen), etwas über das Klima, die Bauten und die damaligen Machtverhältnisse (Pharao, Sklaven) zu erfahren, schafft eine gute Grundlage.

2.  Geburt & das junge Leben von Mose: Mose wird als Sklave geboren, wächst aber im Palast auf und hat somit eine besondere Kindheit. Er fühlt sich dennoch zu seinem Volk hingezogen und hat Mitleid mit den Sklaven. So kommt es eines Tages, dass er sich auf die Seite eines Sklaven schlägt und aus Angst vor dem Pharao fliehen muss.

3.  Der brennende Dornbusch: Mose begegnet einem brennenden Dornbusch und es folgt ein Gespräch zwischen ihm und Gott. Dies ist der zentrale Wendepunkt in Mose’s Leben, denn nach dieser Begegnung entschließt er sich, seinem Volk zu helfen und wieder zurück nach Ägypten zu gehen.

4.  Plagen und die Befreiung: Der Pharao ist nicht bereit, das Volk ziehen zu lassen. Es kommen verschiedene Plagen über das Land und die Ägypter. Schließlich entlässt der Pharao die Israeliten.

5.  Das Wunder am Schilfmeer: Angst und Panik breitet sich aus, als die Israeliten bemerken, dass die Ägypter sie wieder einfangen möchten, während sie vor einem großen unüberbrückbaren Meer stehen. Doch Gott hilft ihnen und lässt sie nicht im Stich.

6. Die Zehn Gebote: Während der vierzigjährigen Wanderung ergeben sich einige Ereignisse. Unter anderem erhält Mose die Zehn Gebote, die bis heute Wegweiser des christlichen Lebens sind.

Der brennende Dornbusch

Gerne würde ich für zentrale Unterrichtspunkte Beispiele aus dem Unterricht zeigen, doch da dies den Rahmen sprengt, beschränke ich mich erst einmal auf den brennenden Dornbusch. Denn dieses Ereignis gibt Mose so viel Mut und Entschlossenheit, dass er wieder zurück nach Ägypten geht. Der Dornbusch brennt, aber verbrennt nicht und plötzlich hört Mose die Stimme Gottes und die beiden sprechen miteinander. Die Kernaussage beinhaltet eine Nachricht, die für uns bis heute wichtig ist: Gott gibt sich mit seinem Namen zu erkennen (JHWE) und dieser lautet übersetzt: „Ich bin da!“ Gott ist also da, für die Menschen damals und für uns heute.

Mir war es besonders wichtig, diese Kernaussage den Kindern mitzugeben. Mit einem Bodenbild legten wir gemeinsam den brennenden Dornbusch. Auf kleine Papierflammen wurden die Ängste und Sorgen der Kinder aufgeschrieben und zum Schluss gab es für jedes Kind eine kleine Kerze mit der Aufschrift „Ich bin da!“.

Um sich den „brennenden Dornbusch“ ein wenig in den Klassenraum zu holen, gestalteten wir gemeinsam ein Bodenbild aus Tüchern, Kerzen, Ästen und Bildern. (Foto: Sophie)

Am Ende der Unterrichtsstunde entstand ein Plakat aus den Schülerflammen, das im Klassenraum seinen Platz fand. (Foto: Sophie)

Interessieren euch noch weitere Unterrichtsideen zu der Mose-Geschichte? Ich bin gerne bereit, euch noch mehr Eindrücke aus dem Unterricht hierzu zu geben. Schreibt gerne unten in die Kommentare!

Weitere tolle Ideen und Materialien für den Religionsunterricht findet ihr in diesem Extra-Heft:


Wenn auch du für den Grundschulschnüffler schreiben möchtest, dann nimm hier Kontakt mit uns auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.