Geschichten aus dem Alten Testament (1):
Abraham

Im Alten Testament (AT) stehen viele spannende und mitreißende Geschichten geschrieben, die ebenfalls Bestandteil der evangelischen und katholischen Kerncurricula sind. Ab Klasse 1 wird im Religionsunterricht immer mal wieder der Blick ins Alte Testament geworfen und meist sind das die spannendsten Religionsmomente, nicht nur für die Kinder.

In dieser Reihe möchte ich euch gerne zentrale alttestamentliche Geschichten vorstellen und auf die Umsetzung in den Unterricht schauen.

Abrahams Geschichte

Abraham ist eine zentrale, biblische Figur und Stammvater Israels. Seine Geschichte steht im Buch Genesis. Abraham lebte im babylonischen Ur, doch da die Stadt von feindlichen Truppen besetzt war, floh er mit seiner Frau Sara. Auf Gottes Rat hin beginnt eine lange Wanderung durch die Wüste. Gott verspricht Abraham viele Nachkommen, doch er und seine Frau sind irgendwann sehr alt und immer noch kinderlos. Trotzdem verliert Abraham den Glauben an Gott nicht und seine Frau Sara wird im hohen Alter noch schwanger. Sie bekommen einen Sohn namens Isaak. Hier hört die Geschichte von Abraham nicht auf, jedoch ziehe ich an dieser Stelle im Unterricht einen Schlussstrich.

Zentrale Unterrichtsschritte

Die lange Geschichte von Abraham und Sara wird in mehrere Stunden eingeteilt. So bleibt die Spannung erhalten und die Kinder erhalten die Möglichkeit, das Gehörte zu verarbeiten. Dabei ist es wichtig, die Geschichte auf das eigene Leben zu beziehen und den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, dass die schon sehr alten biblischen Geschichten heute immer noch von Bedeutung sind.

Land & Leute zur Zeit Abrahams: Mit einer Fantasiereise wird die Zeit und Umwelt Abrahams vorgestellt. Das Gehörte kann anschließend gemalt, gebastelt und aus verschiedenen vorgegebenen Bildern geklebt werden.

Auftrag Gottes: Gottes Auftrag an Abraham, seine Heimat zu verlassen und eine lange und mühselige Wüstenwanderung auf sich zu nehmen, ist zentral für die Geschichte. Hier kann überlegt werden, wann die Kinder selbst umgezogen sind. In einem Koffer kann dann stehen, welche Gegenstände sie mitnehmen (würden).

Im Religionsunterricht ist es wichtig, die Geschichte mit dem eigenen Lebensweg in Verbindung zu setzen. (Foto: Sophie)

Gottes Versprechen und die Geburt Isaaks: Gott hält sein Versprechen ein. Es war ein langer Weg für Abraham und Sara und beide waren schon sehr alt. Dennoch bekamen sie einen Sohn und die Freude war groß. Welche Herzenswünsche haben die Kinder? Wurde ihnen davon schon einer erfüllt? Aufschreiben dürfen sie es in eine Sternenform, denn Gott versprach Abraham „so viele Nachkommen wie Sterne am Himmel“.

Eine Zusammenfassung

Während der Unterrichtseinheit und besonders am Ende der Geschichte arbeiten die Schülerinnen und Schüler immer wieder an dem Lebensweg von Abraham und Sara. Dabei entsteht ein Plakat, dass die Geschichte veranschaulicht aber gleichzeitig die Kinder widerspiegelt. So stehen in den Sternen die Wünsche der Kinder drin und im Koffer findet sich auch das wieder, was ihnen persönlich wichtig ist.

Das Plakat wurde von einer ersten Klasse während der Unterrichtseinheit erstellt. (Foto: Sophie)

Eine weitere tolle Anregung, wie ihr mit Kindern die Abrahamgeschichte im Religionsunterricht entdecken könnt, findet ihr in diesem Extra-Heft:


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