Geschichten aus dem Alten Testament (5): Jona

Eine außergewöhnliche biblische Erzählung über einen Propheten namens Jona, der in die Stadt Ninive (im heutigen Irak) gesendet wird, um die Menschen dort zu warnen und zu belehren, ist bei uns im vierten Schuljahr vorgesehen.

Jona erhält den Auftrag von Gott, möchte sich jedoch diesem entziehen, indem er auf einem Schiff in die andere Richtung steigt. Es kommt zu einem heftigen Sturm und Jona wird als Verantwortlicher entlarvt. So wird er in das Meer geworfen und von einem großen Fisch verschlungen. Nach drei Tagen des Betens wird er wieder ausgespukt und macht sich auf den Weg nach Ninive. Dort warnt er die Menschen aufgrund ihrer vielen Sünden, woraufhin diese sich bekehren und Buße tun. Zum Schluss werden sie von Gott begnadigt.

Zentrale Unterrichtsschritte

1.  Die schöne Stadt Ninive: Ninive wird als schöne und reiche Stadt beschrieben, in der die Menschen allerdings viel Böses anrichten, egoistisch sind und im Überfluss leben. Die schöne Stadt droht daran zu Grunde zu gehen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen den Auftrag, sich die schöne Stadt Jona mit einer kleinen Fantasiereise vorzustellen und dann mithilfe einer Vorlage zu malen. Hierfür wurden auch beschriftete Mauersteine bereitgestellt, um zu verdeutlichen, was in der Stadt los war.

Viel Böses herrschte in der schönen Stadt Jona. Dies kann in einem Bild festgehalten werden. (Foto: Sophie)

2.  Gottes Auftrag und Jonas Flucht: Gott möchte die Stadt Ninive retten und schickt den Propheten Jona los, um den Menschen dort zu helfen. Statt die Reise anzutreten, wendet er sich komplett ab. Mithilfe einer Landkarte wird deutlich, welche Richtung Jona einschlägt.

Eine komplett andere Richtung schlägt Jona ein, anstelle nach Ninive zu reisen. (Quelle: Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co, 2011)

An diesem Punkt ist es wichtig mit den Kindern zu thematisieren, warum Jona den Auftrag nicht annimmt und wann wir in unserem Leben so wie er sind. Wann nehmen wir Aufgaben nicht an und warum? Wovor haben wir Angst? Was braucht es, um mutiger zu sein?

3.  Jonas im Fischbauch: Das Ereignis im Fischbauch fasziniert und irritiert zugleich. Jona wird auf eine einzigartige Weise gerettet und erhält denselben Auftrag von Gott, in die Stadt Ninive zu reisen. Diesmal entzieht er sich Gottes Aufgabe nicht. Im Fischbauch habe er drei Tage lang gebetet. Was könnten Jonas Worte und Gedanken gewesen sein? Um sich besser in Jona hineinzuversetzen, kann im Klassenraum eine kleine Höhle entstehen, in der die Kinder mit verbundenen Augen reingehen und dort kurz verweilen.

Die Kinder erhalten den Auftrag, sich in Jona hineinzuversetzen und zu überlegen, was dieser gedacht und gebetet haben könnte. (Foto: Sophie)

4.  Jona in der Stadt Ninive: In der Stadt Ninive angekommen, erfüllt Jona seinen Auftrag und versucht die Menschen davon zu überzeugen, ihr Leben umzukrempeln. Die Menschen tragen für einige Tage ein Bußgewand und versuchen ihr Handeln zu überdenken. Hier kann ein Rollenspiel in kleineren Gruppen entstehen. Was halten die Menschen von Jonas Worten und wie krempeln sie ihr Leben um?

Teile diesen Beitrag

Weitere tolle Ideen und Materialien für den Religionsunterricht findet ihr in diesem Extra-Heft:


Wenn auch du für den Grundschulschnüffler schreiben möchtest, dann nimm hier Kontakt mit uns auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.