Freies Forschen zum Thema Steine (1)

Laut „Lehrplan Sachunterricht Grundschule“ ist es Aufgabe des Sachunterrichts „die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von Kompetenzen zu unterstützen, die sie benötigen, um sich in ihrer Lebensumwelt zurechtzufinden, sie zu erschließen, sie zu verstehen und sie verantwortungsbewusst mit zu gestalten.“ (Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, 2008, S. 39) Im Folgenden stelle ich eine Möglichkeit vor, wie diese Anforderungen im Sachunterricht umsetzbar sind.

Bei der Auswahl des Themas sind zwei Aspekte besonders wichtig. So sollten die Kinder zu einem Thema arbeiten, welches vielfältige Zugänge ermöglicht sowie aus ihrer Lebenswirklicht stammt. Steine sind überall, in vielfältiger Weise zu finden. Sie bieten großes Potential naturwissenschaftlich untersucht und sortiert zu werden, aber auch in eine philosophische Auseinandersetzung zu treten. Das fächerübergreifende Potential des Themas „Steine“ deckt sich außerdem mit den Forderungen des Schulministeriums, den Kindern Lernangebote zu ermöglichen, in denen kognitives Lernen mit praktischem Lernen verknüpft ist.

Aufbau des Workshops

Der Workshop „Steinreich“ besteht aus sieben verschiedenen Bereichen, innerhalb derer unterschiedlichste Kompetenzen angebahnt werden können. Vorgestellt werden hier zunächst die drei naturwissenschaftlichen Bereiche „Kreislauf der Gesteine“, „Kannst du die Steine bestimmen?“ und „Anziehend-Magnetische Steine“.

Stationsbild. (Foto: Ida)



Kreislauf der Gesteine

Im Bereich „Kreislauf der Gesteine“, können sich die Kinder mit der Entstehung von Steinen auseinandersetzen. Ein Vulkanmodell dient dazu den Kindern einen Eindruck davon zu geben, wie Steine entstehen und sich verändern können. Mithilfe von kleinen Texten können die Kinder das Modell beschriften. Darüber hinaus liegen verschiedene Steine (z.B. Granit, Marmor, Sandstein) bereit, die unter einem digitalen Mikroskop genau betrachtet werden können. Die vergrößerte Betrachtung der Steine ermöglicht es den Kindern Aussagen über die Beschaffenheit der Steine zu tätigen (z.B. grob/feinkörnig/geschichtet). So können Vermutungen geäußert werden, um welche Steinart (Magmatischer-, Sediment-, oder Metamorphiter Stein) es sich handelt.

Kannst du die Steine bestimmen?

Steine bestimmen. (Foto: Ida)

In diesem Bereich stehen den Kindern verschiedene Werkzeuge und Materialien (Strichtafeln, Nägel, Lupen, Mikroskop etc.) zur Verfügung, um Mineralien zu bestimmen. Da die Bestimmung von selbst gefundenen Steinen für Grundschulkinder noch schwer ist, erfolgt diese Bestimmung mit ausgewählten Mineralien. Dazu wählen die Kinder ein Mineral aus und durchlaufen Bestimmungsaufgaben (Härte, Glanz, Transparenz, Strichfarbe), sodass die den Stein anschließend begründet benennen können.

Anziehend – Magnetische Steine

Magnetische Steine. (Foto: Ida)

Dieser Bereich ist offen gestaltet und enthält lediglich die Überschrift „Anziehend“. Es liegen verschiedene Materialien (Magnete, Nägel) bereit, die helfen können die magnetische Eigenschaft von bestimmten Steinen zu entdecken. Impulsfragen („Was beobachtest du? Wie kannst du dir deine Beobachtung erklären?) sollen die Kinder anregen, über ihre Erfahrungen nachzudenken und diese zu verschriftlichen.

Im nächsten Beitrag stelle ich die verschiedenen Aufgabenbereiche genauer vor.

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Weitere Anregungen zum forschenden Lernen findet ihr hier:


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