Buchstabenparty

Eine erste Klasse zu übernehmen ist stets mit viel Aufregung verbunden. In den ersten Wochen lernen die Kinder das Schulgebäude, den neuen Schulalltag und die damit verbundenen Regeln und Rituale einer Klassen- und Schulgemeinschaft kennen. Und dann geht es mit dem „Lesen und Schreiben“ los. In jeder Woche erlernen wir einen neuen Buchstaben nach einem besonderen Schema mit unterschiedlichen Variationen. Das Highlight dieser Buchstabenwoche ist dann aber der Abschluss, bei dem wir eine Buchstabenparty feiern.

Wo höre ich den Laut?

Vor der Party finden wir gemeinsam heraus, wer eigentlich eingeladen werden darf. Natürlich dürfen nur „Gäste“ kommen, in denen der Buchstabe der Woche als Laut zu hören ist. Dazu stelle ich eine Auswahl an Dingen, Wörtern oder Bildern zur Verfügung, die von den Kindern mit mitgebrachten Dingen ergänzt wird. Im Sitzkreis überlegen wir, „wer“ von den Dingen kommen darf und wer die Einladung dazu schreiben muss. Hierbei haben wir drei Kisten, in denen die Dinge nach Anlaut, Inlaut und Endlauf einsortiert werden. Die drei Kisten werden von den Lehrwerksfiguren geziert, denn die sollen ja in unserer Fantasie die Einladungen zur Buchstabenparty schreiben.

Partyplanung ist alles

Zu einer richtigen Party gehören selbstverständlich ein umfangreiches Party- und Getränkebuffet. Hier lassen sich die Kinder Speisen und Getränke einfallen, die bei der Buchstabenparty verzehrt werden dürfen. Da ich bereits ein paar Lesekinder in der Klasse habe, schreibe ich die Wörter an die Tafel. Den gesuchten Buchstaben der Woche dürfen anschließend einige Kinder an der Tafel noch nachspuren, um beim Buchstabenabschluss noch einmal die grafomotorische Seite an der Tafel zu üben.
Damit die Party auch richtig in Schwung kommt, darf die richtige Stimmung nicht fehlen. Dazu denken wir uns Partyspiele aus, die den Buchstaben der Woche im Wort enthalten.

Tafelbild. (Foto: Nova)

Party feiern

Da wir nicht nur theoretisch bleiben wollen, findet die Party zumindest im Sinne der Stimmung dann auch tatsächlich statt. Meistens fallen den Kindern mehrere Spiele ein, worüber dann demokratisch nach dem Mehrheitsprinzip abgestimmt wird. Mittlerweile haben wir bereits Stopptanz, Reise nach Jerusalem, Schule schläft, Luftballontanz, Menschen-Memory und auch schon Stille Post gespielt – manche Spiele sogar öfter.
Gäbe es keine Corona-Einschränkungen, hätten wir schon mal ein tolles Buffet mit Obst- und Gemüseschnitzen und anderen gesunden Leckereien zum Teilen gehabt. Zur Freude der Kinder blieb es bislang aber bei abgepackter Ware wie kleine Gummibärentüten, einen kleinen Lolli oder Bonbons – je nach Buchstabe. Das ist für die Kinder bislang ein tolles Highlight einer anstrengenden Buchstabenwoche gewesen und fasst in einigen Punkten die Buchstabeneinführung noch einmal ganz gut zusammen.

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Wie können kindgerechte und zum Lernstand passende Lesespiele für Lern-, und Übungsgelegenheiten angewendet werden?


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