Briefe schreiben und das Briefpapier selbst
gestalten

Briefe schreiben scheint aus der Mode gekommen zu sein, aber wer freut sich nicht über einen Brief? Wenn dann noch das Briefpapier selbst und individuell gestaltet wird, dann kann man ja der Freundin oder dem Freund, der Mama, der Lehrerin einmal ein paar Zeilen schreiben. Und das geht auch dann schon, wenn es mit der Rechtschreibung noch etwas hapert. In Druckschrift oder in Schreibschrift.

Das Material

Die Schülerinnen und Schüler brauchen Papier in DIN A4, blanko oder liniert – je nachdem auch, wie sie das gewöhnt sind. Dann braucht jedes Kind noch einen kleinen Holzzuschnitt oder ein altes Bauklötzchen. Holzreste gibt es günstig in den meisten Baumärkten und da kann man sich die auch zuschneiden lassen. Moosgummi wird benötigt, Kleber (Holzleim express oder Alleskleber), eine Schere, ein Pinsel, ein Wassergefäß und ein Farbkasten. Ein Entwurf für den Stempel sollte auf Schmierpapier erstellt werden.

Bevor es losgehen kann, müssen noch ein paar Materialien besorgt und bereit gelegt werden. (Foto: Herta)

Erstmal selbst ausprobieren

Die beste Vorbereitung auf den Kunstunterricht ist es, die Sache erst einmal selbst zu probieren. Dann kann man den Kindern schon ein mögliches Endergebnis zeigen. Das motiviert und trägt zur Klärung der Aufgabe bei. Außerdem kann man  dann den Schülerinnen und Schülern auch wirklich helfen, wenn es Probleme gibt und Fragen auftauchen.

Stempel herstellen

Was auf den Stempel drauf soll, sollte auf Schmierpapier vorgezeichnet werden. Auch dann, wenn es sich um Buchstaben handelt. Buchstaben nämlich können nicht als Linien umgesetzt werden, sondern sie müssen eine gewisse „Balkenstärke“ haben – schon allein, weil man sie sonst nicht ausschneiden kann. Wenn die Buchstaben dann auf Moosgummi übertragen sind (also mit dem Kugelschreiber aufgemalt), werden sie ausgeschnitten, gewendet und von rechts nach links aufgeklebt.

Diese Spiegelschrift fällt kleineren Kindern noch schwer, deshalb sollten Kinder im ersten und zweiten Schuljahr bevorzugt andere Motive wählen, um ein persönliches Briefpapier zu gestalten, z. B. ein Einhorn.

Die aufgeklebten Moosgummimotive müssen sehr gut trocknen, weil sie sich sonst wieder lösen können, wenn die angerührte Wasserfarbe aufgetragen wird. Das eigentliche Bestempeln des Briefpapiers kann also erst in einer späteren Stunde erfolgen.

Stempeln

Der fertige, getrocknete Stempel wird auf den Moosgummibereichen mit dick angerührter Wasserfarbe mit dem Pinsel bestrichen. Wenn Farbe daneben gerät, muss sie unbedingt abgewischt werden, weil der Druck sonst verschmiert. Das Stempeln selbst sollte ein- bis zweimal auf Schmierpapier geübt werden. Wenn es gut klappt, werden das Papier und der Umschlag an den gewünschten Stellen bestempelt. Wenn die Kinder das wünschen, können sie mit dem Filzstift noch Details einzeichnen, wie Augen, Mähne und Flügel (das abgebildete Einhorn hat keinen Buckel, sondern Flügel).

Mit einem schönen und individuell gestalteten Briefpapier macht das Briefeschreiben richtig Spaß und der Empfänger freut sich umso mehr! (Foto Herta)

Das Stempeln ist wiederholbar. Die Moosgummistempel sind sehr robust. Es kann lediglich passieren, dass das Moosgummi noch mal aufgeklebt werden muss.

Wenn man Stofffarben verwendet, dann kann man mit dem Stempel auch z. B. ein Adventskalendersäckchen bestempeln.

Für alle, die Stempel lieben und diese gerne als Motivations- und Belohnungshilfe im Unterricht einsetzen: Mich gibt es auch als Stempelset mit verschiedenen Motiven und Sprüchen.


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