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Elterntypen (3): Das Lernen blockierende Eltern

Es gibt Eltern, die es gut meinen, dem Kind aber eher schaden. In meiner ersten Klasse ist ein Mädchen, das von Anfang an einerseits durch sein lebhaftes Verhalten auffällt, aber auch dadurch, dass es die Buchstaben spricht, wie wir sie kennen. Also A, Be, Ce, De usw.

Manchmal blockieren Eltern das Lernen

Ich habe die Eltern des Mädchens von Anfang an darum gebeten, nur die Anlaute zu sprechen, um durch das lautierende Sprechen von Buchstaben das Wort richtig lesen zu können. Seit einem halben Jahr kann Lena jetzt zwar alle Buchstaben, buchstabiert das Wort „Maus“ aber Em, A, U, Es. Das Ergebnis liegt auf der Hand. Lena liest „Emaues“. Was tun wir also?

Bemühte Eltern: Eine Mutter lernt mit ihrer Tochter. Nicht immer wirkt sich die Elternhilfe positiv auf den Lernfortschritt aus.

Auch gut gemeinte Ratschläge von Eltern können den Lernfortschritt negativ beeinflussen. (Bild: Christina Rademacher-Ponten, Münster)

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Elterntypen (2): Begrenzt interessierte Eltern

Mitteilungen als E-Mail über einen Verteiler zu verschicken, ist gängige Praxis geworden. So versende ich auch meine Briefe an die Eltern. Zusätzlich bekommen sie eine Papierversion in der Postmappe des Kindes. Eine Gewähr, dass alle Eltern die Mitteilungen lesen, besteht jedoch trotzdem nicht. Weiterlesen

Wenn Eltern nicht kooperieren wollen

Was tun mit schwierigen Schülern und Eltern?

Eine vierte Klasse zu übernehmen ist schon schwer genug – eine heißgeliebte Drittklasse-Lehrerin ersetzen zu müssen, macht es nicht grade einfacher. Vor meiner Vierten wurde ich jedoch schon vor Beginn des Schuljahres gewarnt. Oder besser gesagt vor einzelnen Schülern. Und was soll ich sagen? Der Großteil meiner Klasse ist spitze, ein wenig verschwatzt, aber fleißig. Aber vier Kinder schaffen es, die Klasse regelmäßig aufzumischen. So durfte ich bereits in der ersten Woche Prügeleien klären und mit Eltern Gespräche führen.

Elternarbeit zähle ich eigentlich zu meinen Stärken, die Eltern dieser Kinder waren jedoch einstimmig der Überzeugung, dass ihr jeweiliges Kind natürlich nichts dafür könne und Schuld sowieso immer die anderen haben. Weiterlesen

Elterntypen (1): Wunsch-Eltern

Ein Wunschtraum: Der erste Schultag: Frau Schulz bringt ihre Tochter Lena in die Schule. Sie drückt ihr die zusätzliche Tasche mit den Arbeitsheften, Wachsmalern und Tuschkasten in die Hand und verabschiedet sich. Lena zeigt mir später stolz ihre mit Namen beschrifteten Stifte und Hefte. Alles ist in Großbuchstaben geschrieben und gut lesbar. Ich sehe, dass das Mädchen gut vorbereitet in die Schule kommt und alles dabei hat, was für das neue Schuljahr angeschafft werden muss. Frau Schulz gibt mir den ausgefüllten Notfallbogen – die Telefonnummern sind aktuell. Sie verabschiedet sich mit dem Hinweis, erreichbar zu sein, falls es in der Klasse etwas gibt, wofür wir Unterstützung brauchen, sei es das bevorstehende Schulfest oder Aktionen wie ‚gesundes Frühstück‘. Lena hat schon eine ältere Schwester in derselben Schule. Frau Schulz weiß also, worauf es ankommt.
Wie einfach wäre Elternarbeit von Anfang an, wenn doch alle Eltern so wären … Weiterlesen