Schlagwort-Archive: Sozialverhalten

Geschlechtersensibilität in der Grundschule – Teil 2

Im letzten Beitrag habe ich versucht, euch ein bisschen in die Möglichkeiten des spezifischen geschlechtersensiblen Unterrichtens mitzunehmen. Dabei darf und soll es natürlich nicht nur um die binäre Geschlechterverteilung gehen, sondern wir können auch immer wieder einen Blick in die Vielfalt des menschlichen Daseins werfen.
Heute soll es aber vor allem darum gehen, wie wir es jeden Tag schaffen können, uns diesem Thema zu widmen.

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„Suche dir eine*n Partner*in“ – Geschlechtersensibilität in der Grundschule – Teil 1


„Besprich dich mit deinem Partner!“
„Max arbeitet gut mit seinen Klassenkameraden zusammen.“
„Die Kinder der 3a besuchten gestern die Feuerwehrmänner auf der Feuerwache.“

Was ihr hier lest, sind ganz normale Beispiele aus unserem Alltag – Arbeitsaufträge, Zeugniskommentare, Aufgabenstellungen, Texte aus dem Jahresbericht. Nichts daran ist falsch, auf den ersten Blick auch nicht problematisch und doch sind es Sätze, die ich so nicht mehr verwenden würde.

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Glücksbohnen in der Tasche – eine Achtsamkeitsübung

Über meinen „Glücksunterricht“ und die Stärkung des Ichs hatte ich hier bereits berichtet. Nicht nur bei den Kindern kam das gut an. Auch einige Eltern meiner Schüler schrieben mich über unseren Schulmessenger an und fragten nach der CD, die ich den Kindern für „Ich bin glücklich, ich bin gut“ vorgespielt hatte. Diese Rückmeldung zeigte mir, dass ich mit der Glücksstunde – gerade auch nach den geteilten Klassen – richtig gelegen habe. Nun haben wir jede Woche eine Glücksstunde im Rahmen der Verfügungsstunde eingeplant.

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Der Klassenrat – ein Mittel zur Demokratieerziehung

Die vor Kurzem stattgefundenen Wahlen waren in meinem Kollegium einen Anlass, um die Demokratieerziehung in unserer Schule wieder etwas mehr in den Fokus zu rücken. Unser Ziel ist es dabei, die Kinder das gesamte Schuljahr in einen demokratischen Prozess mit einzubeziehen.

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Vom Ich zum Wir – soziale Kompetenzen stärken

Seit diesem Schuljahr gibt es bei uns an der Schule den „Kultursensiblen Unterricht“ – ein Ersatz für den herkömmlichen Religionsunterricht, der aufgrund der Hygienemaßnahmen in der klassenübergreifenden Form nicht stattfinden kann. Weiterlesen

Zum Schuljahresende: Glück, Abschied und die Stärke des ICHs

Es sind nur noch wenige Tage, die meine Klasse in der Grundschule verbringt. Bald darf ich alle in die weiterführende Schule entlassen. Das ist derzeit nicht für jedes Kind ein Grund zum Jubeln. Zu sehr kommt bei einigen die Angst vor dem Unbekannten und die damit einhergehende Veränderung der Lernumgebung mit den lieb gewonnenen Klassenkameraden zum Ausdruck: Es gibt gerade häufig Spannungen untereinander oder aber auch Kinder, die nicht mehr fröhlich und unbeschwert auf dem Schulhof toben, sondern grübelnd ihre Kreise ziehen. Weiterlesen

„Dann hau ich dir in die Fresse!“

Eigentlich war mein Schüler XY, bis auf wenige Ausnahmen, immer unauffällig. Im Unterricht machte er meist einen verschlafenen und lustlosen Eindruck. Dies sollte sich aber schlagartig ändern, als ich eines Tages aufgrund einer Erkrankung fehlte… Weiterlesen

Beobachtung aller Schüler mit „Agenten“

Agent, der zur Beobachtung seiner Mitschüler eine Lupe dabei hat.

Jedes Kind darf mal „Agent“ sein (Foto: Fotolia.com, New York, Sundatoon)

Als Lehrer auf alle „Unruheherde“ der Klasse zu achten ist eine Herausforderung. Mit der Methode „Agenten“ wird diese Herausforderung auf spielerische Weise auf die Schülerinnen und Schüler verteilt. Weiterlesen

Selbstreflexion zum Wochenende

Selbstreflexion im Sitzkreis

Die Reflexion im Kreis ist eine Methode zur Selbstreflexion, die ich in meinem Unterricht einsetze (Illustration: Ulf Marckwort, Kassel)

Mittlerweilen reflektiere ich schon seit fast einem Jahr immer freitags in der letzten Unterrichtsstunde mit den Schülerinnen und Schülern meiner Förderschulklasse ihr Verhalten der vergangenen Woche.
Damit das wöchentliche Reflektieren nicht zu langweilig wird und weil Schülerinnen und Schüler erfahrungsgemäß irgendwann sowieso Abwechslung einfordern, habe ich verschiedene Methoden zur Selbstreflexion ausprobiert. Die folgenden haben sich bewährt: Weiterlesen

Selbstreflexion kann das Arbeits- und Sozialverhalten verbessern

Nicht nur in der Förderschule hat man mit Kindern zu tun, die Auffälligkeiten im Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung zeigen. Auch in Regelschulklassen gibt es diese Schülerinnen und Schüler. In meiner Klasse an einer Förderschule umfassen diese Auffälligkeiten unter anderem psychische Störungen bis hin zu Selbstmordgedanken, hohes Aggressionspotenzial, Bindungsstörungen sowie besondere Schwierigkeiten im Bereich der Aufmerksamkeit. Mich beschäftigte deshalb zunehmend die Frage, wie sich das Sozial- und Arbeitsverhalten dieser Schüler verbessern und letztlich eine bessere Integration in die Klassengemeinschaft realisieren lässt. Weiterlesen