Mein Referendariat (7): Die schriftliche Arbeit

Das Geheimnis der schriftlichen Arbeit versuche ich momentan zu lösen. Ist es das stundenlange Sitzen am Rechner und Tippen auf der Tastatur oder die Suche nach einem geeigneten Thema und nach passender Literatur? Die schriftliche Arbeit muss nicht in jedem Bundesland geschrieben werden. Mich hat es jedoch „erwischt“ und so musste ich ran …

Die Suche nach einem Thema für die schriftliche Arbeit

In der schriftlichen Arbeit soll ein Unterrichtsprojekt in der Planung, der Durchführung und der Reflexion beschrieben werden. Hierfür braucht man als allererstes ein gutes und interessantes Projekt. Dies kann alles Mögliche sein: ein Buchprojekt, eine mathematische Fragestellung oder ein Sprachprojekt. Man kann sich das natürlich alles selbst ausdenken und im Nachhinein evaluieren oder in Zeitschriften nach bereits durchgeführten Projekten suchen und sie adaptieren. Hier ist alles möglich. Das Thema muss mit dem Seminarleiter abgesprochen werden. Wichtig ist, Theorie und Praxis zu verbinden: das in der Praxis durchgeführte Unterrichtsprojekt wird dann theoretisch verschriftlicht.

Schreiben, Schreiben, Schreiben

Als ich mein Thema hatte, habe ich das Unterrichtsprojekt geplant und alle nötigen Arbeitsmittel dafür zusammengesucht. Bestenfalls kann man diesen Teil bereits aufschreiben. Die Planung des Vorhabens geht von den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler aus und das Vorhaben wird begründet. Es ist essenziell, hier bereits seinen eigenen Standpunkt darzustellen. Darauf kann dann in der Reflexion nochmal eingegangen werden.

In der Darstellung des Vorhabens beschreibe ich sowohl sachliche Grundlagen als auch methodisch-didaktische Hinweise. Ganz wichtig ist die Festsetzung auf ein (gegebenenfalls auch mehrere) Ziel (Ziele). Mit Blick auf das Ziel sind die Überlegungen zum Vorhaben nachvollziehbar darzustellen. Die sachlichen Grundlagen sollten wissenschaftlich fundiert sein (in dem Teil also dringend Literatur hinzuziehen!). Die methodisch-didaktischen Hinweise habe ich ausschließlich auf der Grundlage meiner Erfahrungs- und Beobachtungswerte geschrieben.

Last but not least: die Reflexion

Die Reflexion ist quasi das Herzstück der schriftlichen Arbeit. Es ist hierbei ganz wichtig, ein Bezug zu der anfangs aufgestellten Leitfrage herzustellen und die Beobachtungsschwerpunkte sinnvoll zu reflektieren. Ich frage mich hierfür, ob ich bei der nächsten Durchführung desselben Projektes etwas verändern würde. Und genau diese Alternativen müssen in der Reflexion auftauchen. Um den Umfang einer schriftlichen Arbeit nicht zu sprengen, muss natürlich hier selektiert werden. Dies gelingt am besten, wenn du die Fragestellung nicht aus den Augen verlierst und alle anderen Beobachtungen, die nicht zur Leitfrage passen, ignorierst.

Abgabe der schriftlichen Arbeit

Zu guter Letzt wird die schriftliche Arbeit ausgedruckt und gebunden. Die gewünschte Seitenzahl variiert von Bundesland zu Bundesland. Bei mir waren es ca. 25 Seiten – da eignet sich am besten eine Ringbuchbindung.

Foto der schriftlichen Arbeit (Examensarbeit)

So sieht es dann aus, wenn die schriftliche Arbeit fertig ist (rechts im Bild) (Foto: Sophie)

Als ich die Arbeit abgegeben hatte, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Endlich! Gleichzeitig zeigt es aber an, wie fortgeschritten ich mittlerweile in meinem Referendariat bin.

Next Stop: Prüfung.

Tipp von uns: Drei Themenhefte für eure Projekte


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