Mein Referendariat (8): Der Countdown vor der Prüfung

Hat man unzählige Besuche überstanden, arbeitsreiche Tage hinter sich gebracht und die schriftliche Arbeit abgegeben, steht das letzte, spektakulärste Ereignis vor der Tür: die Prüfung. Sie besteht aus zwei Unterrichtsstunden und einer mündlichen, 60-minütigen Prüfung. Klingt schwer, ist es auch. Jedenfalls ist die Vorbereitung auf diesen Tag sehr zeitintensiv. Man muss sich schon mit einigen Tafeln Schokolade ausstatten, bevor es so richtig losgeht. Mir hat ein Zeitplan bei der Planung, Vorbereitung und dem Lernen sehr geholfen. Deswegen möchte ich ihn gerne hier mit euch teilen. Sobald ihr den Termin für eure Prüfung erhalten habt, kann es losgehen 🙂

Im Vorfeld der Prüfung (ca. einen Monat vorher)

Die erste Frage ist: Welche Lerngruppen / Klassen möchte ich in meiner Prüfung zeigen? Es müssen zwei unterschiedliche Jahrgänge sein. Eine rechtzeitige Absprache mit der Schulleitung ist deshalb sehr wichtig, damit auch ja diese beiden Lerngruppen an dem Tag da sind und nicht irgendwelche Ausflüge geplant werden. Der Prüfungsunterricht findet meist in der zweiten und vierten Stunde statt. All diese organisatorischen Sachen müssen im Vorfeld abgeklärt werden. Je nach Studienseminar gibt es hierfür Formblätter, die auszufüllen und abzugeben sind.

Es müssen auch die Themen für die mündliche Prüfung mit den jeweiligen Prüfern abgesprochen werden. Ja, am besten einen Monat vorher, damit man noch ausreichend Zeit hat, die Literatur zu besorgen.

Drei Wochen vorher

Die Anmeldung zur Prüfung ist ein großer, bürokratischer Akt. Drei Wochen vorher musste ich jedenfalls einige Formblätter ausfüllen, von allen unterzeichnen lassen und abgeben. Deshalb ganz wichtig, sich diesen Zeitpunkt im Kalender einzutragen! Am besten hier schon mit den zuständigen Klassenlehrern, Fachlehrern und der Schulleitung absprechen, welche Lerngruppe in welcher Stunde gebraucht wird. Der Prüfungsablauf steht drei Wochen vorher definitiv schon fest. Es muss auch geklärt werden, wer das Frühstück organisiert (am Prüfungstag hat man ca. 30 Minuten Zeit, in der gefrühstückt wird – aber das Frühstück organisiert meist das liebe Kollegium für euch :-).

Jetzt anfangen, parallel zu den Unterrichtsvorbereitungen, die mündlichen Themen vorzubereiten: Die Literatur lesen und Wichtiges rausschreiben.

Zehn Tage vorher

Die Entwürfe jetzt fertig stellen! Für jeden Prüfungsunterricht müssen Analysen geschrieben werden und alles was man in der Stunde so an Materialien oder Tafelbildern hat, muss im Vorfeld fotografiert und in den Anhang gepackt werden. Das ist ein Haufen Arbeit. Am besten ist man dann 10 Tage vor der Prüfung damit durch und kann alles ausdrucken, abheften und abschicken. Denn anders als bei großen Unterrichtsbesuchen ist es diesmal so, dass jeder Prüfer jeden Entwurf bekommt. Und dann gab es bei mir noch das Formblatt für die mündliche Prüfung, auf der die Themen festgehalten werden. Puh!

Zwei bis drei Tage vorher

Die Stundenentwürfe sollten jetzt bei den Prüfern vorliegen. Dann hat man den Kopf „frei“ für das Auswendiglernen der mündlichen Themen. Denn jetzt heißt es: es muss noch ganz viel in den Kopf!! Keine Panik, das klappt irgendwie.

Einen Tag vorher

Ich habe mich einen Tag vor der Prüfung einmal abfragen lassen und das war es dann. Dann muss man sich wirklich mit anderen Dingen beschäftigen: spazieren gehen, backen oder die Lieblingsserie schauen. Irgendwas, um auf andere Gedanken zu kommen und die nächsten Stunden auszuhalten, bevor man sich schlafen legt und die Panik steigt …

Wie der Prüfungstag so verlief und was man an dem Tag zu beachten hat, verrate ich euch in meinem nächsten Beitrag …

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