Homeschooling an der Förderschule – Teil 1

Heute möchte ich von meinen Erfahrungen des Homeschoolings berichten. Es handelt sich um eine Klasse der Förderschule mit Schwerpunkt Lernen, bestehend aus 16 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 6 und 7. Nicht alles, was ich hier beschreibe, wurde von Anfang an in dieser Weise durchgeführt. Vieles hat sich Woche für Woche entwickelt und wurde immer wieder modifiziert – den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechend.

Ich verzichte in diesem Beitrag bewusst auf eine Ausführung der hinreichend bekannten Problematiken des Lernens zuhause und richte den Fokus auf das, was sich für das Homeschooling meiner Klasse bewährt hat.

Wissenswertes vorab: Wir nutzen an unserer Schule einen „Schulserver“. Jegliche digitale Kommunikation hat bei uns datenschutzkonform über den Schulserver stattgefunden. Einen Zugang hierfür haben alle Kollegen, Schüler und Elternbeiräte. Funktionen des Schulservers:

  • Alle Personen der genannten Personengruppen haben eine E-Mail-Adresse
  • Kommunikation per Videokonferenz oder „Messenger“
  • Für jede Klasse gibt es einen Dateibereich
  • Stellen von Aufgaben/Abgabe von Aufgaben

Ritualisierter Ablauf

Wir haben uns täglich zu einer festen Uhrzeit mit der Klasse „getroffen“. Zunächst geschah dies im schulservereigenen Messenger, später per Videokonferenz, die zu Beginn des Homeschoolings noch nicht zur Verfügung stand. Für beide Varianten kann man als Lehrer einen „Gruppenraum“ anlegen, auf den nur die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer der Klasse Zugriff haben. Für die tägliche Videokonferenz wurden spezielle „Regeln“ erstellt, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Teil 1: Bei unseren täglichen Treffen gab es zu Beginn immer einen lockeren Austausch. Jeder Schüler und jede Schülerin konnte berichten, wie es ihm/ihr geht, ob es besondere Vorkommnisse oder Erlebnisse gab etc. Hier wurden auch mal Geburtstagskinder besungen, Haustiere und kleine Geschwister gezeigt, gemeinsam Papierflieger gebastelt etc. 😊

Teil 2: Nun wurde abgefragt, ob es Schwierigkeiten bei der Bearbeitung der Aufgaben gibt. Je nach Bedarf wurden einzelne Aufgaben kurz erklärt oder Tipps und Hinweise gegeben. Dies war per Videokonferenz in verbaler Form deutlich einfacher als per Messenger. Sowohl im Messenger als auch in der Videokonferenz habe ich bei Bedarf Fotos einzelner Arbeitsblätter gezeigt, gegebenenfalls wichtige Stellen markiert oder die ein oder andere Beispielaufgabe mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam bearbeitet.

Wenn es keine Fragen mehr gab, wurden die Kinder in die selbstständige Weiterarbeit zuhause entlassen – mit der Info, dass sie sich bei Schwierigkeiten jederzeit beim Lehrer melden können. Die Erreichbarkeit war per E-Mail und Messenger über den Schulserver gegeben.

Arbeitspläne

Unsere Schüler und Schülerinnen haben durchweg mit Wochenplänen gearbeitet. Schon nach den ersten Wochen ist aufgefallen, dass es vielen Kindern sehr schwerfiel, sich den „Aufgaben-Berg“ einer Woche selbstständig einzuteilen. Manche waren bereits nach einem Tag fertig und haben sich viel Stress gemacht, alles sofort zu schaffen. Andere Kinder haben erst freitags mit der Bearbeitung begonnen. Deshalb wurden die Wochenpläne ab der dritten Homeschooling-Woche zusätzlich tageweise eingeteilt. Zur besseren Übersicht erhielten die Schüler und Schülerinnen pro Fach und Woche einen Plan im Din-A-4-Format. Im Arbeitsplan konnten die Kinder bearbeitete Aufgaben abhaken und sich in Form dreier Smileys kurz selbst reflektieren. Für „Profis und Schnelle“ gab es immer ein paar kleine Zusatzaufgaben, die freiwillig bearbeitet werden konnten.

Fortsetzung folgt…

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