Fahrplan für einen gelungenen Elternabend

Elternabende zählen nicht unbedingt zu den Lieblingsaufgaben vieler Lehrer*innen. Man hat immer das Gefühl, es allen Recht machen zu müssen und kann schlecht einschätzen was auf einen zukommt. Welche Eltern erwarten mich? Was erwarten sie von mir als Lehrkraft? Welche Sorgen haben sich angestaut und wie werden diese an mich herangetragen? Das sind unter anderem Fragen auf die man sich nicht in Gänze einstellen kann. Dennoch gibt es einen Weg, wie man sich möglichst gut auf einen Elternabend vorbereitet und so sicher in einen solchen Abend startet.

Die Einladung

An vielen Schulen gibt es eine vorgefertigte Einladung für einen bevorstehenden Elternabend. Hier können dann individuell Termin, Uhrzeit und Sonstiges eingetragen werden. Mein Tipp ist, bereits in der Einladung einen Überblick über die Inhalte des Elternabends zu geben. Die Eltern können sich so darauf einstellen, um was es thematisch geht und ich habe eine grobe Struktur mit der ich weiterarbeiten kann.

Die Vorbereitung

Sehr gute Erfahrungen habe ich damit gemacht eine Power Point Präsentation zu erstellen. Als Grundlage dafür nutze ich die Übersicht aus der Einladung. Wichtig dabei ist, nicht zu viele Informationen auf die Seiten zu stellen, sondern mit Stichpunkten zu arbeiten. Die Präsentation soll als Stütze dazu dienen, den roten Faden einzuhalten und den zeitlichen Rahmen abzuschätzen.
Darüber hinaus bereite ich ein Handout vor. Dieses ist thematisch genauso aufgebaut wie die Power Point Präsentation und beinhaltet Platz für das Notieren von Informationen (z.B. Namen der Elternpflegschaftsvorsitzenden, Betrag für die Klassenkasse). Ich achte darauf, dass das Handout nur eine DinA4 Seite umfasst.

Außerdem bereite ich für den ersten Elternabend ein Schüler-Informationsblatt (siehe Download unten) vor. Auf diesen sollen Adressen und Telefonnummern von Personen notiert werden, die jederzeit kontaktiert werden können. Außerdem ist Platz für das Notieren von weiteren Informationen die für den Schulalltag von Bedeutung sind. Für die Aktualität lege ich den Kontaktzettel vor jedem Elternabend aus und lasse bei Änderungen neu ausfüllen.

Das Schülerinformationsblatt, unten zum Runterladen. (Foto: Ida)

Der Elternabend

Ich halte den Elternabend immer im Klassenraum und lasse die Tische gemäß dem Schulalltag stehen. Schön ist es, wenn die Eltern wissen wo ihr Kind sitzt. Dafür platziere ich die Namensschilder und lege auf jeden Platz einen Bleistift. Außerdem liegen auf jedem Platz ein Handout und ein Schüler-Informationsblatt. Eine weitere Möglichkeit ist, die Kinder vorab zu bitten eine Begrüßung für ihre Eltern zu notieren und diese ebenfalls auf den Platz zu legen.

Sobald die Eltern Platz genommen haben, dürfen sie den Kontaktzettel ausfüllen. Anschließend eröffne ich den Elternabend indem ich mit der Power Point Präsentation starte. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht die Eltern nach jedem thematischen Abschnitt Fragen stellen zu lassen. Meistens fiel es mir so leichter darauf zu abtworten. Wenn ich gemerkt habe, dass wir thematisch abschweifen oder die Frage zu individuell ist, habe ich darauf verwiesen im Anschluss persönlich sprechen zu können. Ich denke nichts ist nerviger, als persönliche Anliegen vor der gesamten Elternschaft zu besprechen und den Abend so unnötig für alle in die Länge zu ziehen.

Meiner Erfahrung nach, gelingt mit diesen Aspekten ein Elternabend recht gut. Ich habe immer positives Feedback erhalten, da kompakt und übersichtlich alle Informationen gegeben wurden und niemand quälend lange Abendstunden in der Schule verbringen musste. Mir hat die Vorbereitung immer geholfen, gelassen und sicher in den Elternabend zu starten. Viel Spaß beim Umsetzen.

Schüler – Informationsblatt (Quelle: Ida)

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An der Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule muss von Anfang an gearbeitet werden:


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