Geheimnummern

Zu Beginn eines Schuljahres erhalten meine Schülerinnen und Schüler Geheimnummern, die sich meistens nach dem Rang des Nachnamens in der Klassenliste richtet.

Geheimnummer zur Beschriftung von Lernmaterialien

Die Geheimnummer steht auf allen Heften und Arbeitsblättern hinter dem Namen. Sie erleichtert mir bzw. dem Austeildienst sowie dem Hausaufgabendienst beim Einsammeln von Hausaufgaben die Kinder zu finden, die das Heft noch nicht abgegeben haben oder auch bei Tests oder Rückläufen von Elternbriefen zu kontrollieren, welche noch fehlen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Namensschildchen zur Beschriftung der Garderobe und der Fächer nicht jedes Schuljahr neu herstellen muss.

Vorteile von Geheimnummern

Geheimnummern bereiten aber nicht nur eine Erleichterung für mich als Lehrerin, sondern auch eine gewisse Anonymität für die Kinder. Auf den Fächern der Kinder ist die Geheimnummer angebracht. Wenn ein Fach besonders unordentlich aussieht, nenne oder notiere ich bzw. der Ordnungsdienst nur die Nummer und das Kinde bringt sein Fach in der nächsten Pause wieder in Ordnung.

Genauso ist es auch bei den Hausaufgabensternen, die bei uns im Klassenzimmer hängen. Jedes Kind hat einen Stern mit fünf Zacken. Wenn es einmal die Hausaufgabe vergessen hat, wird eine Zacke abgeschnitten. Auch unsere Belohnungsufos, auf denen Kindern Punkte sammeln, sind mit Nummern statt mit Namen versehen. Es ist somit nicht sofort für alle ersichtlich, wer die Hausaufgaben vergisst oder schon viele Sterne gesammelt hat, was ich bei Elternabenden ganz angenehm finde.

Auch ich habe eine Geheimnummer, die Null, was die Kinder ganz lustig finden.

Um die Geheimnummern einzuführen, mache ich zu Beginn eines Schuljahres kleine Bewegungsspiele. Hierbei sollen sich die Kinder ihre eigene Nummer besser merken. Die Nummern der Mitschüler werden meist schnell wieder vergessen.

  • Concentration, now begins: Dieses Klatschspiel wird auch häufig im Englischunterricht zur Einführung der Zahlen gespielt. Es wird mit beiden Händen auf die Oberschenkel geschlagen, geklatscht und geschnippt. Mit dem Schnippen der rechten Hand wird nach dem Intro die Anfangszahl und mit dem Schnippen der linken Hand die Folgezahl genannt. Dann ist dieses Kind an der Reihe seine Zahl und eine neue Zahl zu nennen. Wenn ein Kind zu spät reagiert, beginnen alle Schülerinnen und Schüler wieder von vorne mit dem Intro.
  • Plätze wechseln: Ich nenne zwei oder mehrere Zahlen. Die Kinder wechseln darauf hin schnell ihre Plätze.
  • Zahlen ordnen: Die Schülerinnen und Schüler stellen sich der Reihe nach auf.

Habt ihr auch schon mal Geheimnummern im Unterricht eingesetzt? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Schnuffi, der Grundschulschnüffler, hält hier ausgesuchte Materialien und Informationen für euren Schulalltag bereit:


Ein Gedanke zu „Geheimnummern

  1. Drachi

    Die Idee mit den Geheimnummern gefällt mir, vor allem auch das Vergessen von Hausaufgaben „anonym“ an Sternen sichtbar zu machen. Vielen Dank fürs Teilen deiner Rituale!

    Antworten

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