Einschulung: Ein Kind wird zum Schulkind

Für jedes Kind gibt es diesen einschneidenden Tag im jungen Leben, der alles bisher Dagewesene auf den Kopf stellt: die Einschulung. Plötzlich ändert sich alles: man hat einen gänzlich neuen Tagesablauf, man wird auf bisher unbekannte Weise gefordert und gefördert, man ist einfach kein Kindergartenkind mehr. Der Schritt ist für jedes Kind riesig, denn nach dem Schulanfang warten völlig neue Herausforderungen auf den ABC-Schützen. Das kann schon mal beängstigend sein …

  • Die Angst vor dem Unbekannten ist verständlich.

Ein Kind voller Bewegungsdrang, Neugier und Spiellust verlässt seine bekannte Umgebung und sieht sich einer neuen Welt gegenüber. Vielleicht ist das Schulgebäude viel weiter weg als Kita oder Tagesmutter, bestimmt muss man ein paar Freunde zurücklassen, ganz bestimmt aber warten da viele neue Gesichter auf einen. Ganz zu schweigen von dem unübersichtlichen Schulhaus und den unzähligen Lehrern, Betreuern und weiterem Schulpersonal!

  • Die Einschulung muss gefeiert werden!

Doch glücklicherweise hat sich die Tradition der Einschulung so weit entwickelt, dass rund um diesen Neubeginn eine fröhliche, ja feierliche Stimmung entsteht. Bereits seit Monaten fragen Tanten, Onkel, Großeltern und Nachbarn: „Und, freust du dich denn schon auf die Schule?“ In den letzten Wochen vor Schulbeginn startet dann spätestens auch das geschäftige Treiben der Eltern: Schulranzen besorgen, Materialliste abarbeiten, vielleicht der letzte Urlaub außerhalb der Schulferien… Bis dann endlich der lang erwartete Tag vor der Tür steht, an dem alle festlich angezogen sind, viele Geschenke verteilt werden und von allen Seiten beste Wünsche auf den Schulanfänger einprasseln.

  • Ist ein Schulanfänger mit dem ganzen Trubel überfordert?

Eigentlich ist das auch ganz schön viel Hektik, Nervosität und Aufregung für ein Kind, das bis vor Kurzem größtenteils spielerisch seinen Tag verbrachte – weitestgehend ungelenkt und frei. Jetzt scheint zumindest bis ein Uhr alles streng durchgeplant, mit langen Phasen, in denen das Kind stillsitzen und zuhören soll. Die kurzen Pausen auf dem riesigen Schulhof sind auch nicht genug, um einfach nur Kind sein zu dürfen. Zwar sind Kinder in diesem Alter besonders wissbegierig und lernfähig, aber ebenso haben sie das Bedürfnis nach wildem Herumtollen, fantasievollem Spielen und unsinnigem Albern.

  • Die Erstklässler müssen sich auf die Schule einlassen – und umgekehrt.

Und genau deshalb ist ein feines Gespür auf Seiten der Lehrkräfte gefordert, die Kindergartenkinder empfangen und sie erst zu Schulkindern machen – das ist genau die Aufgabe, welche sie mit pädagogischem Geschick zu bewältigen haben. Zu uns in die Schule kommen keine fertigen Schüler, sondern lediglich Kinder, die schulfähig sind. Lassen wir uns also darauf ein!

  • Mit Ritualen und Regeln den Schulanfang erleichtern – spielerisch einfach!

Wenn Sechsjährige die Schule als einen Raum kennenlernen, der ihnen nicht nur Disziplin und Konzentration abverlangt, sondern auch Freude am Lernen und Spaß in der Gemeinschaft vermittelt, ist der Beginn des neuen Lebensabschnitts viel leichter zu bewältigen.

In der Grafik sind nur einige Wege aufgezeigt, die ein Lehrer oder eine Lehrerin mit seiner/ihrer Klasse gehen kann. Man kann sich auch von erfahrenen Kollegen helfen lassen oder im Internet stöbern.

Grafik mit Tipps, wie die ersten Schulwochen nach der Einschulung gestaltet werden können.

Diese Vorschläge können Kindern helfen, den neuen Lebensabschnitt Schulanfang besser zu bewältigen (Abbildung: Pia)

 

Wisst ihr, was Erstklässler über Schule denken? Dieser Zeitschriftenbeitrag beantwortet die Frage:


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