Dem Coronavirus in der Schule (nicht) begegnen

Täglich, ja sogar stündlich steigen weltweit die Zahlen der an dem Coronavirus infinzierten Menschen. Angesichts einer drohenden Pandemie kommt es zu immer drastischeren, teilweise noch nie dagewesenen Maßnahmen und Reaktionen. Ganze Städte, teilweise sogar ganze Länder und Regionen, wie z. B. in China und Italien, werden von der Außenwelt abgeriegelt. Flugverbindungen werden eingestellt. Der Reiseverkehr ist teilweise erheblich eingeschränkt. Größere Veranstaltungen, wie z. B. Fußballspiele und Messen, werden abgesagt oder finden ohne Zuschauer statt… Die Angst vor dem Virus ist zu groß.

Vor allem die Tatsache, dass das Coronavirus extrem wandlungsfähig ist und sich immer wieder verändert, macht ihn unberechenbar und gefährlich. Der Coronavirus, der übrigens mit dem SARS-Virus, bei dem 2002/2003 fast tausend Menschen gestorben sind, verwandt ist, hat mittlerweile auch in Deutschland schon die ersten Menschenleben gefordert.

Woher kommt der Coronavirus?

Der Name „Corona“ kommt aus dem Lateinischen und steht für „Kranz“ bzw. „Krone“. Das liegt an seiner zackenartigen Struktur, die man unter dem Mikroskop sehen kann. Coronaviren sind nicht neu. Sie wurden bereits vor mehr als 50 Jahren entdeckt.

Der aktuelle Erreger mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Sars-CoV-2 hat seinen Ausgang vermutlich auf einem Wildtiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan, auf dem unter anderem auch Schlangen und Fledermäuse verkauft werden, genommen. Wahrscheinlich, so vermuten die Forscher, ist der Krankheitserreger von dort von Tieren auf den Menschen übergesprungen.

Wie verläuft die Krankheit?

Die Infektion verläuft in den allermeisten Fällen mit grippeähnlichen Symptomen (Husten, Fieber, Atembeschwerden usw.) harmlos. Nur in ganz seltenen Fällen nimmt die Erkrankung dramatische und tödliche Ausmaße an. Dies betrifft vor allem ältere und bereits vorerkrankte Personen.

Was sollte man beachten?

Panik ist nicht angebracht und mit Sicherheit die falsche Reaktion, aber trotzdem muss man sich angesichts der nahezu überall latent vorhandenen Gefahr vorsichtig verhalten. Dies betrifft nicht nur Großveranstaltungen, sondern generell alle Orte und Anlässe, an denen Menschen aufeinander treffen. Dazu gehört natürlich auch die Schule. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass infizierte Personen eventuell überhaupt keine  Krankheitsanzeichen haben und von ihrer Infektion nichts wissen. Sie tragen aber trotzdem den Virus in sich und können ihn weiter verbreiten.

Was hat die Schule damit zu tun?

Selbstverständlich muss man auch in der Schule über dieses Thema, das im Übrigen auch zum Bereich Gesundheitsfürsorge und Hygiene und damit zum Fach Sachunterricht gehört, reden.

Wie kann man sich schützen?

Aufgrund der Tatsache, dass die Viren von Mensch zu Mensch übertragen werden, sollte man das Umarmen und Händeschütteln vermeiden. Beim Niesen bzw. Husten kann es ebenfalls zu einer „Tröpfcheninfektion“ kommen. Aus diesem Grund sollte man ausschließlich in die Armbeuge husten und niesen.

Besonders tückisch ist aber auch die Tatsache, dass die Coronaviren bei Raumtemperatur, auf Türklinken und anderen Flächen bis zu neun Tage überleben können. Dadurch ist eine Ansteckung praktisch überall möglich.

Was ist noch wichtig?

Dieser Desinfektionsmittelspender ist an unserer Schule zurzeit im Dauereinsatz. (Foto: Ralph)

In der Schule kommt es immer wieder vor, dass sich Schülerinnen und Schüler ein Pausenbrot teilen bzw. vom demselben Brot oder von derselben Brezel essen. Dies sollte man, ebenso wie das gemeinsame Trinken aus einem Becher oder aus einer Flasche, auf jeden Fall vermeiden.

Außerdem sollte man als Lehrkraft die Kinder häufiger daran erinnern, dass sie nach der Pause bzw. nach dem Sport gründlich die Hände mit Seife waschen. Auch die Verwendung von Desinfektionsmittel ist zu empfehlen.

 

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