Unser Lesebaum

Beim Lesen guter Bücher wächst die Seele empor (Voltaire).

Zitate über das Lesen gibt es viele und das aus gutem Grund, denn Lesen ist schön, es macht Spaß. Lesen zu können gehört außerdem zum Leben in unserer Gesellschaft dazu und ist eine Grundvoraussetzung, um sich in unserem Kulturkreis zurechtzufinden. Die Stärkung der Lesekompetenz aller Schülerinnen und Schüler ist deshalb ein wesentliches Bildungsziel.

Lesen lernt man durch Lesen

Dass die Kinder in der Grundschule neben schreiben und rechnen auch lesen lernen, ist natürlich bekannt. Neben der Technik des Lesens spielt aber auch die Lesemotivation eine entscheidende Rolle. Lesen lernt und übt man nur durch Lesen. Wer gerne liest, der liest auch oft. Und wer oft liest, liest meist auch gut. Wer nicht gerne und deshalb selten liest, der verbessert auch seine Lesekompetenz kaum.

Die Lesemotivation hängt von vielen Faktoren ab

Lesemotivation ist ein komplexes Konstrukt, abhängig nicht zuletzt auch von den Lese- und Vorlesegewohnheiten zu Hause und im Freundeskreis. In der Schule versuchen wir die Lesemotivation auf vielfältige Weise zu fördern: Lesenächte, Lesespiele, Leselogicals, eine gemütliche Leseecke mit einer kleinen Klassenbücherei, Referate über Bücher und das Lesen einer Klassenlektüre … In meiner Klasse wächst z. B. ein Lesebaum.

Lesemotivation fördern durch einen Lesebaum

Lesepass in verschiedenen Farben. Das Lesen zu Hause tragen die Kinder in den Pass ein.

Im Lesepass notieren die Kinder, wenn sie zu Hause gelesen haben. (Foto: Verena)

In meiner Klasse haben alle Kinder einen Lesepass, in den sie eintragen, wann und wie lange sie zu Hause gelesen haben. Der Lesepass besteht aus dem Deckblatt und 3 Seiten zum Eintragen der Lesezeiten. Diese Zeiten lassen sich die Schülerinnen und Schüler von den Eltern per Unterschrift bestätigen.

Für jede volle Seite im Lesepass bekommen die Schülerinnen und Schüler ein Blatt. Für einen vollen Lesepass dürfen sie sich eine Blüte aussuchen. Blätter und Blüten werden ausgemalt und an den Baum geheftet.

Lesebaum in einer Klasse. Die Kinder, die in ihrer Freizeit lesen, dürfen den Lesebaum mit Blüten und Blättern versehen.

Je mehr die Kinder in ihrer Freizeit lesen, desto mehr Blätter und Blüten bekommt der Baum. (Foto: Verena)

Zu Beginn des Schuljahres ist der Lesebaum noch kahl, aber nach und nach ergrünt und erblüht er dann durch die Leseleistungen der Schülerinnen und Schüler und verschönert unsere Leseecke.

Wir haben einen Tipp für euch zur Lesemotivation und Leseförderung:


4 Gedanken zu „Unser Lesebaum

  1. Kinderbuch-Detektive.de

    Der Lesebaum ist eine sehr schöne Idee, um die Kinder anzuspornen. Ich kannte das bisher in Form einer Raupe, die immer länger wird. Mir persönlich ist es bei solchen Belohnungssystemen wichtig, dass alle Kinder gemeinsam an dem Ziel (blätter-und blütenreicher Baum) arbeiten. Eine andere Variante wäre, dass jedes Kind seinen eigenen Baum/Raupe bekommt und damit für jeden offensichtlich ist, wie viel jedes Kind gelesen hat. Das diskriminiert leseschwache Kinder, daher gefällt mir die hier vorgestellte Version besser.

    Antworten
    1. VerenaVerena

      Vielen Dank 🙂
      Mir gefällt auch die Idee, dass alle zusammen an dem Baum arbeiten ohne Vergleiche, wer schon wieviel gelesen hat.

      Theoretisch könnten die Blätter und Blüten auf der Rückseite auch mit dem Namen beschriftet werden und am Ende des Schuljahres könnten die „Vielleser“ der Klasse gekürt werden. Ich mache das allerdings nicht.

      Viele Grüße
      Verena

      Antworten

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