Schlagwort-Archive: Elternarbeit

Eltern in den Schulalltag integrieren?!

Die Sicht auf Elternmitarbeit im Schulalltag ist individuell sehr unterschiedlich. Während ich meinen Unterricht gern öffnen möchte, Eltern zur Hospitation einladen würde oder angebotene Hilfe bei Ausflügen und anderen Gelegenheiten sehr schätze, sehen viele Kolleginnen Elternmitarbeit sehr kritisch. Weiterlesen

Mein erster Elternsprechtag

Ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Berufes sind die Elternarbeit und das Elterngespräch. Als ich vor meinem ersten Elternsprechtag stand, wusste ich nicht, wie ich solch ein Gespräch angehen soll. Daher schnupperte ich bei meinen Kolleginnen (kann ich für Neuanfänger nur empfehlen!!) und sah zu, wie sie die Gespräche führten. Daraus schloss ich folgende Entschlüsse. Weiterlesen

Gesundheit im Lehrerberuf: Was du für dich tun kannst (3)

Oft drehen sich meine Gedanken nur um die Schule. Passende und differenzierte Angebote sind oft nicht ganz so einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Also fülle ich diese Lücken und gestalte eigene Arbeitsmaterialien. Hinzu kommen die schulischen Veranstaltungen neben dem Unterricht. Ich komme gut und gern auf ein hohes Arbeitspensum. Das geht an die Substanz und die Gesundheit.

Dummerweise gelingt es mir dann nicht, meinen Job als Job zu sehen, der zeitlich begrenzt ist. Aber: Die Schule ist kein 24h-Job! Weiterlesen

Angst vor Elternarbeit?

Als frischgebackene Lehrerin war mir oft mulmig zumute, wenn vor oder nach dem Schultag ein Elternteil in der Tür stand und mit mir reden wollte. Aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl, dass mir sogleich meine ganzen Fehler vorgehalten würden, dass ich vielleicht sogar einen Gesprächstermin vergessen oder das entsprechende Kind große Probleme in der Schule hätte. – Nur zur Beruhigung für alle, die gerade am Anfang ihrer Lehrerlaufbahn stehen: Meist traf keine der genannten Befürchtungen zu.

Viele Eltern suchen das Gespräch, weil sie unsicher sind: Wie gibt sich mein Kind im Unterricht? Wie kann ich auch zuhause gezielt fördern? Hat mein Kind schon Freunde gefunden? Oft sind es also nur die kleinen Sorgen, die die Mütter und Väter zu uns bringen. Natürlich gibt es Fälle, die kniffliger sind, weil es tatsächlich Probleme im Schulalltag des Kindes gibt: Leistungsabfall, andauernde Konflikte oder gar Schulangst. Aber auch hier haben wir es leicht, denn beide Seiten wollen das Beste für das Kind. Weiterlesen

Mit Flüchtlingen in Regelklassen arbeiten (6): Integration durch einen interkulturellen Nachmittag

Seit Juni kannst du lesen, wie ich versuche, Integration von Flüchtlingskindern umzusetzen. Wie du im letzten Beitrag lesen konntest, hat Ayla nun auch in der Klasse Fuß gefasst.

Es ist mir immer eine Freude, zu sehen, wie sie aufblüht und sich auch von sich aus in den Unterricht einbringt. Dass sie hier richtig angekommen ist, habe ich auch in den Wochen nach den Sommerferien mehr und mehr beobachten können: Auf dem Pausenhof sucht sie vermehrt Kontakt und sondert sich weniger ab.

Doch das ist nicht alles! Sie wird auch etwas aufmüpfiger und rollt mal mit den Augen, wenn ihr die Hausaufgaben nicht gefallen. Ein anderes Mal spielte sie ihrem Sitznachbarn einen Streich und kam auch mit seinem „Echo“ gut zurecht. Ich persönlich werte das als gutes Zeichen!

Doch wie so oft, ist auch dies nur wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Denn das Schulleben ist ja nach dem Unterricht und einer anschließenden Betreuung vorbei. Freundschaften entstehen nur sehr langsam und meistens auch nur dann, wenn jemand die Zügel in die Hand nimmt. Ayla fällt das sehr schwer. Was soll aber mit den Flüchtlingskindern geschehen, wenn sie in ihrem neuen Heimatort außerhalb des Schullebens wenige Wurzeln schlagen können? Weiterlesen

Elterntypen (5): Kontrollierende Eltern

Helikopter-Eltern auf Überwachungsflug

Die Überbehütung durch Eltern führt bei ihren Kindern oft zur Unselbständigkeit (Foto: fotolia.com, New York: aleutie)

Der Begriff „Helikoptereltern“ kursiert schon seit Jahren in den Medien. Was ist daran eigentlich so schlimm, dass sich Eltern um ihre Kinder sorgen? Will nicht jedes Elternteil das Beste für sein Kind? Weiterlesen

Der nullte Elternabend

„Wir werden ein Schulkind“ – für viele Eltern trifft das zur Einschulung ihres Kindes zu. Für Eltern, die bereits ein größeres Kind eingeschult haben, ist dieses Event schon „kalter Kaffee“. Für mich und den Großteil „meiner“ zukünftigen Eltern jedoch nicht. Frisch mit dem zweiten Staatsexamen gewappnet erhielt ich die tolle Nachricht, an meiner Ausbildungsschule bleiben und eine erste Klasse übernehmen zu dürfen. Die anfängliche Euphorie wich bald eiskalter Angst – und nein, ich übertreibe nicht. Weiterlesen

Elterntypen (4): Eltern von Prinzen und Prinzessinnen

Elterntypen: Eltern von Prinzen und Prinzessinnen

Wie umgehen mit Eltern von kleinen Prinzen und Prinzessinnen? (Foto: fotolia.com, New York, lovemask)

Peter, ein selbstbewusstes Kind, fiel mir gleich bei der Einschulung auf. Er hatte weniger Berührungsängste als die anderen Erstklässler. Er sorgte dafür, dass er genügend Platz auf der Bank hatte und nahm in Kauf, dass sein Nachbar von derselben fiel. Dabei hatte Peter ein unschuldiges Lächeln, das vermuten ließ, nicht mit Absicht den Sturz herbeigeführt zu haben. Peters Eltern machten mir in den ersten Schulwochen sehr schnell klar, dass ihr Sohn ein besonderes Kind sei. Weiterlesen

Ein Kollege auf vier Pfoten (3): Die Eltern ins Boot holen

Freud und Leid eines jeden Grundschullehrers hängen oftmals von der Elternarbeit ab, die zu den täglichen Aufgaben im Lehreralltag gehört. Heute berichte ich euch über den besonderen Pakt, den man im Hinblick auf das Thema Schulhund mit den Eltern eingeht oder eingehen sollte. Welche Grundlagen muss man schaffen und weshalb muss man die Eltern überhaupt mit ins Boot holen, wenn man tiergestützt arbeiten möchte? Weiterlesen

Elterntypen (3): Das Lernen blockierende Eltern

Es gibt Eltern, die es gut meinen, dem Kind aber eher schaden. In meiner ersten Klasse ist ein Mädchen, das von Anfang an einerseits durch sein lebhaftes Verhalten auffällt, aber auch dadurch, dass es die Buchstaben spricht, wie wir sie kennen. Also A, Be, Ce, De usw.

Manchmal blockieren Eltern das Lernen

Ich habe die Eltern des Mädchens von Anfang an darum gebeten, nur die Anlaute zu sprechen, um durch das lautierende Sprechen von Buchstaben das Wort richtig lesen zu können. Seit einem halben Jahr kann Lena jetzt zwar alle Buchstaben, buchstabiert das Wort „Maus“ aber Em, A, U, Es. Das Ergebnis liegt auf der Hand. Lena liest „Emaues“. Was tun wir also?

Bemühte Eltern: Eine Mutter lernt mit ihrer Tochter. Nicht immer wirkt sich die Elternhilfe positiv auf den Lernfortschritt aus.

Auch gut gemeinte Ratschläge von Eltern können den Lernfortschritt negativ beeinflussen. (Bild: Christina Rademacher-Ponten, Münster)

Weiterlesen