Archiv des Autors: Nova

Eine Klassenzeitung zum Abschied

In wenigen Tagen endet bei uns das Schuljahr. Für meine vierte Klasse gleichzeitig auch ihre Grundschulzeit. Was wäre für die letzten Schultage besser geeignet als die Erstellung einer Klassenzeitung? Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich nach den letzten Lernzielkontrollen nichts sehnlicher als die Ferien, doch für ihre eigene Zeitung legen sie sich nochmal richtig ins Zeug! Weiterlesen

Vorbereitungsdienst in Teilzeit – Als Mutter im Referendariat

Ich habe erst spät mit dem Lehramtsstudium begonnen und hatte zuvor jahrelang einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen. Doch dann machte ich eine Kehrtwende. Mit meiner damals 2,5 jährigen Tochter begann ich ein Studium, eine zweite Tochter kam während der Bachelor-Abschlussphase hinzu. Studium und Familie konnte ich noch gut miteinander verbinden, doch vor dem Vorbereitungsdienst graute es mir.

Ich erfuhr damals von einem Teilzeitmodell und entschied mich recht schnell für das in Niedersachsen angebotene Modell B. Von Seiten der Schule und dem Studienseminar bekam ich gute Unterstützung, so dass ich das Wagnis einging und es bis heute nicht bereut habe. Weiterlesen

Vorbereitungsdienst in Teilzeit – ein exotisches Ausbildungsmodell?

Bei meinen Mitstreitern im Studienseminar war ich eine Exotin, denn im Gegensatz zu ihnen verlief mein Vorbereitungsdienst ganz anders. Da ich nämlich kleine Kinder daheim habe, kam für mich eine Vollzeitausbildung nicht infrage. Weiterlesen

Bewegungsspiele im Unterricht – Konzentration fördern

Es ist ein anstrengender Tag für die Schüler. Ihre Konzentration lässt langsam aber sicher nach. Die ersten Kinder können ihr Gähnen kaum unterdrücken. Dein Unterricht kann heute nicht mehr nach Plan durchgeführt werden kann.

Schnell überlegst du dir, wie du die Schülerinnen und Schüler bis zum Stundenende motivieren und ihre Konzentration noch ein wenig fördern kannst. Ideen gibt es zuhauf, doch welche Idee passt irgendwie entfernt zum Unterrichtsgeschehen? Weiterlesen

Gesundheit im Lehrerberuf: Was du für dich tun kannst (4)

In meinem letzten Beitrag habe ich dich schon erahnen lassen, dass meine Geschichte einen Tiefpunkt hatte. An diesem Tiefpunkt brachen meine Gesundheit und meine Welt sprichwörtlich zusammen. Alle Anzeichen dafür hatte ich beiseitegeschoben und schlichtweg ignoriert. Das, was mir liebe Menschen als Warnung mit auf den Weg geben wollten, hatte ich leichtfertig verharmlost. Mein Job machte mich nicht krank – im Gegenteil. Er forderte mich und dass ich dafür viel leisten wollte, brachte mir Anerkennung und Selbstbestätigung – DAS war MEIN Bild der Situation. Weiterlesen

Gesundheit im Lehrerberuf: Was du für dich tun kannst (3)

Oft drehen sich meine Gedanken nur um die Schule. Passende und differenzierte Angebote sind oft nicht ganz so einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Also fülle ich diese Lücken und gestalte eigene Arbeitsmaterialien. Hinzu kommen die schulischen Veranstaltungen neben dem Unterricht. Ich komme gut und gern auf ein hohes Arbeitspensum. Das geht an die Substanz und die Gesundheit.

Dummerweise gelingt es mir dann nicht, meinen Job als Job zu sehen, der zeitlich begrenzt ist. Aber: Die Schule ist kein 24h-Job! Weiterlesen

Gesundheit im Lehrerberuf: Was du für dich tun kannst (2)

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“

Dieses Zitat von Joachim Ringelnatz trifft wohl den Nagel auf den Kopf und ist der Grund dafür, dass ich im stressigen Lehreralltag gesund bleibe.

Humor unterstützt die Gesundheit

An Tagen, an denen auch das Durchatmen nicht hilft, nehme ich mir mein „Anekdotenheft“ zur Hand. Das ist meine ganz persönliche Sammlung der besten Anekdoten aus meinem Unterricht.

Hier schreibe ich witzige Aussagen, Formulierungen oder gar Fantasiewörter meiner Schülerinnen und Schüler auf, die ich in Schülerarbeiten lese, im Unterricht höre oder in Murmelphasen des Unterrichts aufschnappe. Weiterlesen

Mit Flüchtlingen in Regelklassen arbeiten (6): Integration durch einen interkulturellen Nachmittag

Seit Juni kannst du lesen, wie ich versuche, Integration von Flüchtlingskindern umzusetzen. Wie du im letzten Beitrag lesen konntest, hat Ayla nun auch in der Klasse Fuß gefasst.

Es ist mir immer eine Freude, zu sehen, wie sie aufblüht und sich auch von sich aus in den Unterricht einbringt. Dass sie hier richtig angekommen ist, habe ich auch in den Wochen nach den Sommerferien mehr und mehr beobachten können: Auf dem Pausenhof sucht sie vermehrt Kontakt und sondert sich weniger ab.

Doch das ist nicht alles! Sie wird auch etwas aufmüpfiger und rollt mal mit den Augen, wenn ihr die Hausaufgaben nicht gefallen. Ein anderes Mal spielte sie ihrem Sitznachbarn einen Streich und kam auch mit seinem „Echo“ gut zurecht. Ich persönlich werte das als gutes Zeichen!

Doch wie so oft, ist auch dies nur wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Denn das Schulleben ist ja nach dem Unterricht und einer anschließenden Betreuung vorbei. Freundschaften entstehen nur sehr langsam und meistens auch nur dann, wenn jemand die Zügel in die Hand nimmt. Ayla fällt das sehr schwer. Was soll aber mit den Flüchtlingskindern geschehen, wenn sie in ihrem neuen Heimatort außerhalb des Schullebens wenige Wurzeln schlagen können? Weiterlesen

Mit Flüchtlingen in Regelklassen arbeiten (5): Leistungen im Unterricht präsentieren

Im letzten Beitrag hast du einen Einblick in meine Einzelförderung mit Ayla bekommen. Die Förderung fand bis zu den Sommerferien statt. Sicherlich interessiert es dich, wie es mit ihrer Integration nach dem Ende der Intensivförderung weiterging.

Integration heißt Fortschritte in den Unterricht einbeziehen

Während Ayla mit mir in separaten Stunden recht gut vorankam, hatten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler immer mal wieder nachgefragt, was wir denn so gemeinsam machen. Von Ayla selbst erfuhren sie nämlich nicht viel. Umso größer war dann das Erstaunen, als Ayla zum Thema „Fantasiegeschichten“ im Regelunterricht einen individuellen Beitrag leistete. Vielleicht klingt das jetzt nicht ganz so spektakulär, wie es tatsächlich war. Deshalb stell dir einfach mal diese Szene vor: Weiterlesen

Gesundheit im Lehrerberuf: Was du für dich tun kannst (1)

Immer wieder stoße ich auf Artikel, die das Thema Lehrergesundheit beinhalten. Oftmals lese ich dabei theoretische Fakten über das Risiko unserer Berufsgruppe. Viel zu wenig wird auf Konkretes eingegangen. Was nützt all die Theorie, wenn der AHA-Effekt durch echte Tipps und Erfahrungen aus dem Leben ausbleibt?
Genau dies möchte ich mit diesem und drei weiteren Beiträgen zum Thema Lehrergesundheit ergänzen. Denn vor einiger Zeit habe ich solche Belastungen erlebt und möchte dir daher das an die Hand geben, was mir wirklich geholfen hat, negative Gedanken und kraftraubende Momente zu überstehen.

Unseren Beruf „Lehrer“ haben wir uns in der Regel ganz bewusst ausgesucht. Doch gerade weil wir den Beruf selbst gewählt haben und gerne Lehrer sind, nehmen wir vieles nicht als Belastung wahr und stellen unsere Gesundheit kaum in Frage. Trotzdem kann es sein, dass wir an unsere Grenzen stoßen: Der Körper mag nicht mehr. Weiterlesen