Archiv für den Monat: Mai 2016

Mein neues Projekt Tabletklasse (2): Die Eltern werden informiert

Das neue Schuljahr startete und gleich in der ersten Schulwoche fand der Elternabend zur ausführlichen Information über das Projekt Tabletklasse statt. Wir waren bestens vorbereitet aber trotzdem ganz schön nervös. Was würden die Eltern von dem Projekt halten? Welche Fragen würden sie stellen? Hoffentlich hatten wir an alles gedacht! Weiterlesen

Nistkästen für einheimische Vögel

Mithilfe von selbstgebauten Nistkästen wollte ich mehrere Ziele erreichen: zum einen sollten die Kinder einheimische Vögel kennenlernen und beobachten können. Zum anderen wollten wir einen Beitrag für den Naturschutz liefern. Und die Kinder sollten selbst handwerklich tätig sein, weil viele Kinder diese Arbeiten sehr gern ausführen.

Meine Erfahrungen mit handwerklichen Tätigkeiten im Unterricht zeigen, dass, gerade wenn es um die Arbeit mit Holz geht, viele Sinne angesprochen werden – und alle Kinder, egal welcher Begabung, mit Begeisterung dabei sind.

So sehen die Nistkästen aus: Beispiel eines im Unterricht gebauten Nistkastens mit einer Sonne als Einflugloch

Handwerkliche Tätigkeiten wie das Bauen von Nistkästen bereiten vielen Kindern Freude (Foto: Hanna)

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Ein Kollege auf vier Pfoten (2): Das Schulhund-Konzept

Für einen Lehrer, der einen pädagogischen Begleiter auf vier Pfoten in der Schule einsetzen möchte, sind die Punkte des „Warum, Wieso, Weshalb“ klar. Die Überzeugung der Kollegen und der Schulleitung kann man pädagogisch fundiert aufbauen und begründen. Wie aber trägt man die Idee dieses Projektes nach außen, an Eltern, Schulträger und höhere Instanzen? Wie gestaltet man das Projekt abrechenbar? Um diesen Punkt anzugehen, benötigt es mehr als ein paar gut ausgearbeiteter Vorteile des Einsatzes von einem Schulhund. Man muss deutlich machen, weshalb ein Schulhund an jener Schule einfach unabdingbar ist. Die Eltern und Vorgesetzten müssen sich fragen, wie bis jetzt überhaupt ohne diesen Schulhund gearbeitet werden konnte. Weiterlesen

Elterntypen (3): Das Lernen blockierende Eltern

Es gibt Eltern, die es gut meinen, dem Kind aber eher schaden. In meiner ersten Klasse ist ein Mädchen, das von Anfang an einerseits durch sein lebhaftes Verhalten auffällt, aber auch dadurch, dass es die Buchstaben spricht, wie wir sie kennen. Also A, Be, Ce, De usw.

Manchmal blockieren Eltern das Lernen

Ich habe die Eltern des Mädchens von Anfang an darum gebeten, nur die Anlaute zu sprechen, um durch das lautierende Sprechen von Buchstaben das Wort richtig lesen zu können. Seit einem halben Jahr kann Lena jetzt zwar alle Buchstaben, buchstabiert das Wort „Maus“ aber Em, A, U, Es. Das Ergebnis liegt auf der Hand. Lena liest „Emaues“. Was tun wir also?

Bemühte Eltern: Eine Mutter lernt mit ihrer Tochter. Nicht immer wirkt sich die Elternhilfe positiv auf den Lernfortschritt aus.

Auch gut gemeinte Ratschläge von Eltern können den Lernfortschritt negativ beeinflussen. (Bild: Christina Rademacher-Ponten, Münster)

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Mein Referendariat (2): Kennenlernspiele im ersten eigenen Unterricht

Der erste Moment vor knapp 25 Schülern ist ganz schön spannend. Ich wurde ja bereits gewarnt, dass ich im kalten Wasser schwimmen müsse – vom Tauchen war aber nie die Rede! Bevor ich weiter ausführe, rudere ich erst einmal ein wenig zurück.
Kurz vor dem ersten Schultag, an dem gleich zwei eigenverantwortliche Stunden auf meinem Stundenplan standen, machte ich mir natürlich Gedanken: Was sollte ich in den ersten Stunden mit den mir fremden Kindern durchnehmen? Da kam mir ein – wie ich fand – ganz wunderbarer Einfall: Kennenlernspiele! Die machen nicht nur Spaß, sondern würden mir auch helfen, die Kinder und ihre Namen kennenzulernen. Als ich mit meinem Repertoire an Spielen die Klasse betrat, Weiterlesen

Ruhige Stillarbeitsphasen durch den „Stille-Würfel“

Wer kennt diese Situation nicht? Die Kinder bearbeiten in Stillarbeit eine Aufgabe, aber es herrscht Unruhe im Klassenzimmer: Schüler ziehen an meinem Ärmel, andere sitzen fragend an ihren Tischen oder reißen ihre Arme in die Luft – und alle haben ein Anliegen an mich.
Aus Schülern, die auf meine Hilfe warten, resultiert oftmals viel Unruhe, der Lärmpegel während der eigentlichen Stillarbeit steigt.

Ruhe während der Stillarbeit

Um solchen Situationen Herr zu werden, benutze ich einen kleinen selbstgebastelten Würfel, dessen Einsatz eine ruhige, angenehme Arbeitsatmosphäre schafft: Weiterlesen

Ein Kollege auf vier Pfoten (1): Die Idee vom Schulhund entsteht

Ich mag Hunde und ich finde, dass das Leben mit Hunden eine Bereicherung ist. Ich bin auch mit Hunden aufgewachsen. Schon von Klein an wurden meine Schritte durch die Welt von den treuen Vierbeinern begleitet. Dass ich jedoch später einmal mit einem Schulhund den Unterrichtsalltag bereichern würde, ahnte ich in meinen kühnsten Träumen nicht. Weiterlesen